Hamburg Elbe Beach Clean Up 17.9.2016

Elbstrand Clean Up
Hamburg Beach Clean Up 2016

Am 17.9.2016 ist der diesjährige internationale Coastal Clean Up Day. Als deutscher Partner will DEEPWAVE sich auch diesmal wieder beteiligen und einen Teil des Elbestrands reinigen. Seien Sie auch dabei und sammeln Sie mit uns!

Flaschen, Dosen, Kippen, Tüten, Grillreste – viele Besucher lassen ihren Müll am Strand zurück. Von dort ist der Weg ins Meer dann nicht mehr weit. Laut einer Studie des Umweltprogramms der UN befinden sich heute bis zu 18.000 Plastikteile auf einem Quadratkilometer Meeresfläche. Das birgt Verletzungsgefahren für Mensch und Tier und bedroht die Ökosysteme der Meere.

Treffpunkt wird wie im vorherigen Jahr der Övelgönner Museumshafen sein (Gut zu erreichen mit dem Bus 112 von Altona oder Fähren von Landungsbrücken sowie von Finkenwerder). Um 15 Uhr beginnen wir hier und arbeiten uns weiter vor zur „Strandperle“ und evtl. weiter bis Teufelsbrück.

Nehmen Sie am Coastal Clean Up Day teil, helfen Sie uns den Elbstrand von Plastik und anderem Müll zu befreien, damit ein Zeichen zu setzen und auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen.

Mehr Informationen über die Problematik von Plastikmüll in den Meeren und was DEEPWAVE dem entgegensetzen will haben wir  für Sie bereitgestellt:

Kurz:

Elbe Beach Clean Up, Samstag, 17. September 15:00 – 18:00

Start Museumshafen Oevelgönne, Neumühlen, 22763 Hamburg


Mehr Schutz für die Meere – wir tun was dafür! Unterstützen Sie die Arbeit von Deepwave e.V., bitte auch finanziell! Spendenkonto: Deepwave e.V., Konto: 1208 116 713, HASPA, BLZ: 20050550. Als gemeinnütziger Verein sind Spenden an DEEPWAVE e.V. voll steuerlich abzugsfähig und Sie erhalten von uns eine Spendenbescheinigung.

 

Ozeanversauerung bedroht Dorsch-Nachwuchs im Atlantik

Internationale Forschergruppe unter Leitung des GEOMAR weist erstmals erhöhte Sterblichkeit für Larven nach

Die zunehmende Ozeanversauerung könnte die Sterblichkeit frisch geschlüpfter Dorschlarven verdoppeln. Die Bestände dieser wirtschaftlich wichtigen Fischart würden dadurch bei unveränderter Nutzung unter massiven Druck geraten. In zwei mehrwöchigen Versuchen ermittelten Mitglieder des deutschen Forschungsverbunds BIOACID erstmals Raten für die Sterblichkeit von Dorsch in der Westlichen Ostsee und in der Barentssee unter einem Grad der Versauerung, den die Fische gegen Ende dieses Jahrhunderts erleben könnten. Darauf aufbauende Modellrechnungen zur Bestandsdynamik zeigen, dass die Nachwuchsproduktion auf ein Viertel bis ein Zwölftel des bisherigen Wertes sinken könnte – ein Alarmsignal für das Fischereimanagement. „Ozeanversauerung bedroht Dorsch-Nachwuchs im Atlantik“ weiterlesen

Reichhaltiges Leben an natürlichen Ölquellen

Asphaltstrukturen am Mictlan Knoll in 3100 Meter Tiefe, aufgenommen mit dem Tiefseeroboter MARUM-QUEST. Foto: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften
Asphaltstrukturen am Mictlan Knoll in 3100 Meter Tiefe, aufgenommen mit dem Tiefseeroboter MARUM-QUEST. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften

Facettenreich und vielfältig sind die Lebensräume, die sich um natürliche Öl-Austrittsstellen am Meeresboden herum etabliert haben. Dicht nebeneinander haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf einer vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen organisierten Expedition sprudelnde Gasblasenaustritte, massive Gashydrate, ölgetränkte Sedimente und Ablagerungen von schwerem Öl in etwa drei Kilometern Wassertiefe vorgefunden. Die verschiedenen Bestandteile Gas, leichteres Öl und zu Asphalt erstarrtes, schwereres Öl beheimaten jeweils charakteristische Gruppen von Organismen. Erste Ergebnisse haben die Forschenden zusammen mit Aufnahmen des Tauchroboters MARUM-QUEST jetzt in der Zeitschrift Biogeosciences veröffentlicht. „Reichhaltiges Leben an natürlichen Ölquellen“ weiterlesen

Cinemare Filmfest würdigt Haischutz- und Meeresmüll-Aktivisten

cinemare

Das 1. International Ocean Film Festival CINEMARE in Kiel ist erfolgreich zu Ende gegangen und DEEPWAVE e.V. ist sehr stolz zum ersten Mal als Partner dabei gewesen zu sein. Es waren fantastische Filme zu sehen und die Gäste haben sich nicht nur von der Schönheit der Meere und den spannenden Geschichten berühren lassen, sondern sich auch intensiv mit Fragen zum Meeresschutz beteiligt. Allen Zuhörern beim Vortrag und Beteiligten an unserem Infostand ein herzliches Dankeschön. Und danke an das CINEMARE Team für die gelunge Premiere – wir sehen uns hoffentlich nächstes Jahr wieder!

Spannend war auch die Jury-Sitzung zur Preisvergabe für den besten Fimbeitrag zum Thema Meeresschutz in der wir beteiligt waren. Gewonnen hat schließlich der Film „Shark Girl – Das Mädchen und der Hai“ von Gisela Kaufmann. Der Film hat zwar schon den Green Screen Preis gewonnen, aber er ist einfach toll gemacht und zeigt wie eine engagierte Taucherin sich für den Schutz der Haie einsetzt (Trailer)

Besondere Erwähnung bekam ein Film über das wichtige Thema Meeresplastik von Pam Langobardi : „Plastic Free Island Kefalonia (2015)“

Auch hier geht es um ein persönliches Engagement – hier im Kampf für saubere Meere. Diese Filme machen einfach Mut für mehr Meeresschutz – wir freuen uns schon aufs nächste Mal.

https://player.vimeo.com/video/134218837

Hier alle Preisträger:

CineMare Seefahrerfilmpreis 2016: „Jago, der Alte Mann und die Tiefsee“
Jury: Prof. em. Dr Hans Jürgen Wulff, CAU Kiel;
Prof. Dr. Tobias Hochscherff, FH Kiel;
Heinz Hermanns, interfilm Berlin

CineMare Meeresnaturfilmpreis 2016: „Land Unter auf Hallig Hooge“
Jury: Cosmos Kiindarius, Inmotion Pictures Los Angeles
Ulrich Baron, NDR
Butch Dairymple-Smith, ButchDesign

CineMare Meeresschutzfilmpreis 2016: „Shark Girl – Das Mädchen und der Hai“
Jury: Mitchell Major, Black Coral
Christian Howe, Submaris Kiel
Dr. Onno Groß, DEEPWAVE e.V.
Korina Gutsche, Blue Child Films

CineMare Meereskurzfilmpreis 2016: „Fishing Without Nets“
Jury: Barne Peters, LOOPPOOL.tv
Arne Sommer, FFHHSH, Filmwerkstatt Kiel
Jörg Meyer, KN

CineMare Meeresfilmpublikumspreis 2016:
„Kieler Förde – Meerjungfrauen, Miniwale und Matrosen“
„The Weekend Sailor“

Climate Change bleached 60% of Maldives coral reefs

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Photo: Andre Seale

Maldives coral reefs under stress from climate change: research survey reveals over 60% of corals bleached
Preliminary findings of a comprehensive scientific survey examining the impact of the climate change-related 2016 mass bleaching in the Maldives indicate that all reefs surveyed were affected by the event. Approximately 60% of all coral colonies assessed – and up to 90% in some sites – were bleached.
Higher than average sea surface water temperatures, linked to an El Niño Southern Oscillation Event, have caused mass coral bleaching around the world in 2016.

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Einige Bodenorganismen im Meer können saure Umgebung überleben

Schlangensterne am Meeresboden im Nordost-Atlantik. Foto: Serpent project
Schlangensterne am Meeresboden im Nordost-Atlantik.
Foto: Serpent project

Der Meeresboden ist ein besonders artenreicher Lebensraum für kalkbildende Arten. Seeigel, Seesterne, Kalkalgen und viele Schalentiere wie Muscheln sind hier zuhause. Diese kalkbildenden marinen Organismen spielen für das Ökosystem Ozean eine wichtige Rolle, denn sie erfüllen zahlreiche Funktionen. So sind sie Nahrungslieferant für andere Organismen oder speichern Kohlenstoff. Bereits heute nimmt der Ozean rund ein Viertel des vom Menschen ausgestoßenen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf – mit weitreichenden Folgen für die chemische Zusammensetzung des Meerwassers und die Lebenswelt vieler mariner Organismen. „Einige Bodenorganismen im Meer können saure Umgebung überleben“ weiterlesen

Klimawandel, Todeszonen und Massen an Bakterien

Der Klimawandel lenkt unsere Aufmerksamkeit auf wachsende Sauerstoffminimumzonen in den Ozeanen. Neu entdeckte SAR11-Bakterien verbrauchen dort lebenswichtigen Stickstoff.

In ausgedehnten Bereichen der Weltmeere, den sogenannten Sauerstoffminimumzonen (oxygen minimum zones, OMZs), gibt es keinen messbaren Sauerstoff. Neu entdeckte Bakterien verbrauchen dort auch noch andere lebenswichtige Moleküle. Sie tragen dazu bei, die ohnehin schon toten Bereiche noch ein bisschen toter zu machen. „Klimawandel, Todeszonen und Massen an Bakterien“ weiterlesen

Schadstoffbelastung durch Mikroplastik im Sediment höher als erwartet

Zu alarmierenden Ergebnissen kommt die Untersuchung von Mikroplastik im Sediment von Elbe, Weser, Trave, der Boddengewässer und der Nord- und Ostsee: Mikroplastik bindet deutlich mehr Schad- und Giftstoffe im Sediment als bisher vermutet. Die kleinen Plastikteilchen sind um das Drei- bis Vierfache stärker belastet als das ohnehin schon kontaminierte Sediment. Die größte Schadstoffbelastung wurde nahe der Kläranlage Lübeck gemessen. „Schadstoffbelastung durch Mikroplastik im Sediment höher als erwartet“ weiterlesen

Suche nach Phantom-Lebensräume in der Tiefsee

 

Tiefseemuscheln an einem Schwarzen Raucher im Bereich des Mittelatlantischen Rückens zwischen 5° S und 11°S, aufgenommen während der Expedition M78-2. Foto: ROV Kiel 600, GEOMAR
Tiefseemuscheln an einem Schwarzen Raucher im Bereich des Mittelatlantischen Rückens zwischen 5° S und 11°S, aufgenommen während der Expedition M78-2. Foto: ROV Kiel 600, GEOMAR

 Internationales Forscherteam zeigt Verbindungen zwischen Ökosystemen an „Schwarzen Rauchern“ – Doch wo sind die Trittsteine?

An heißen Quellen in der Tiefsee, sogenannten Hydrothermalsystemen, bilden sich hochspezialisierte Lebensgemeinschaften. Diese Systeme liegen aber oft hunderte oder tausende Kilometern voneinander entfernt. Daher rätseln Meeresbiologen schon lange, wie Larven der betreffenden Tierarten von einem Standort zum nächsten gelangen. In einer neuen Studie zeigt eine Gruppe von Forschern aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Kanada und den USA unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel mithilfe von ozeanographischer Modellierung und genetischen Analysen an Muscheln der Gattung Bathymodiolus, dass es viele, bisher nicht entdeckte Hydrothermalquellen als Zwischenstationen geben muss. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Current Biology. „Suche nach Phantom-Lebensräume in der Tiefsee“ weiterlesen

Tiefseebergbau: Forscher fordern mehr Schutzgebiete

Photo of Keratoisis flexibilis, at 2,444 feet, by Brooke et al, NOAA 2005
Photo of Keratoisis flexibilis, at 2,444 feet, by Brooke et al, NOAA 2005

Wissenschaftler aus Kiel und Bremen informieren Internationale Meeresbodenbehörde

In den vergangenen zwei Wochen diskutierten Vertragspartner der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) in Kingston (Jamaika) Regeln für einen möglichen Bergbau in der Tiefsee. Wissenschaftler des am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel koordinierten Projekts „JPIO MiningImpact“ stellten dabei Forschungsergebnisse von mehreren Expeditionen zu den Manganknollenfeldern im Pazifik vor. Basierend auf ihren Erkenntnissen empfehlen sie mehr Schutzgebiete und eine gute Überwachung möglicher industrieller Aktivitäten am Meeresboden. „Tiefseebergbau: Forscher fordern mehr Schutzgebiete“ weiterlesen