Wieder ist ein Delphin im Connyland gestorben

Wieder ist ein Delphin im Connyland in der Schweiz gestorben

Erneut meldet das Connyland den Tod eines seiner Delphine. Es ist das siebte Tier, das innert drei Jahren verendet ist. OceanCare ist empört über die Zustände im Freizeitpark. Wiederholt hat die Organisation auf die tierschutzwidrigen Zustände hingewiesen. 2010 reichten OceanCare und die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) diesbezüglich eine Strafanzeige gegen die Parkbetreiber ein.

Immer wieder steht die Delphinhaltung im letzten Delphinarium der Schweiz in der Kritik. Zurecht, wie es scheint. Wenn innert drei Jahren sieben Delphine – darunter 3 Kälber – sterben, ist das ein sehr schlechtes Zeichen. Aufgrund detailliert dokumentierter, gravierender Verstösse gegen das Tierschutzgesetz reichten OceanCare und die Stiftung für das Tier im Recht 2010 Strafanzeige gegen die Betreiber des Connyland ein. Dieses Jahr gehen bereits zwei tote Delphine auf das Konto des Freizeitparks – und die Anzeige ist noch immer hängig.

„Es ist angesichts des Todes so vieler Delphine unglaublich, dass sowohl seitens der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau sowie des kantonalen Veterinäramtes wiederholt beteuert wird, dass alles in Ordnung sei mit der Delphinhaltung im Connyland. Wie viele Beweise braucht es denn noch?“, fragt Dr. Sylvia Frey, wissenschaftliche Mitarbeiterin von OceanCare.

Der nun verendete Delphin „Shadow“ wurde 2003 als Nachzucht im Connyland geboren. Er erreichte gerade einmal das Alter von 8 Jahren und war damit noch nicht einmal erwachsen. In Freiheit werden Grosse Tümmler bis 50 Jahre alt, in Gefangenschaft sterben die meisten Tiere dieser Art schon vor der Geschlechtsreife. „Shadow“ reiht sich in diese traurige Statistik ein. Und doch hält die Delphinarienindustrie –
wider alle neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse – an ihrem Credo fest, die Delphine hätten in Gefangenschaft ein gutes Leben.

„Delphine sind Publikumsmagneten und damit die Goldesel der Parkbetreiber. Es ist unfassbar, dass der Profit über das Wohl der Tiere gestellt wird und dass dies von behördlicher Seite sogar noch mit getragen wird“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. Dieser Meinung sind auch Zehntausende Menschen in der Schweiz, welche die Petition von OceanCare gegen den Handel und Import von Delphinen sowie für ein Verbot von Delphinarien in der Schweiz unterzeichnet haben. Die Petition wird kommende Woche zuhanden des Schweizer Parlaments im Bundeshaus eingereicht. Sie stützt die Motion für ein „Importverbot für Cetacea (11.3850)“ von BDP-Nationalrätin Brigitta Gadient, welche von 50 Nationalräten aller Fraktionen unterstützt wird.

Medienkontakt:
OceanCare
Dr. Sylvia Frey, Tel. +41 (0)79 742 93 23, sfrey@oceancare.org

Über OceanCare:
Seit 1989 setzt sich OceanCare für den Schutz der Meeressäuger und Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie intensivem Engagement im Bereich der Gesetzgebung verschafft sich die Organisation weltweit Gehör und setzt Verbesserungen durch. http://www.oceancare.org

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