Artenvielfalt und Artensterben: Die Gewinner und Verlierer 2011

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Die Verlierer 2011
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Stör – Fünf von den sechs in der Donau heimischen Störarten stehen auch wegen des illegalen Handels mit Kaviar am Rand der Ausrottung. Ein vom WWF veröffentlichter Bericht listet 14 Beschlagnahmungen mit insgesamt über 50 Kilogramm Kaviar durch EU-Behörden innerhalb von zehn Jahren auf. Bulgarien und Rumänien sind die beiden Länder, die die einzigen überlebensfähigen Vorkommen dieser wild lebenden Störarten in der Europäischen Union beheimaten. „Es müssen auf europäischer und auf nationaler Ebene endlich alle Schlupflöcher geschlossen werden, um die Donau-Störe vor dem Aussterben zu bewahren,“ fordert Ziegler.

Irawadi-Delphin – Einem 2011 veröffentlichten Statusreport des WWF zufolge, leben im Mekong nur noch etwa 85 Irawadi Delphine. Die ohnehin geringe Population ist durch eine hohe Sterblichkeit der Jungtiere und die Nutzung von Kiemennetzen in der Fischerei weiter geschrumpft. Damit ist der Irawadi Delphin akut vom Aussterben bedroht. Der WWF fordert die Regierung von Kambodscha auf, einen rechtlichen Rahmen für den Schutz der bedrohten Spezies zu implementieren. „Es müssen Schutzgebiete ausgewiesen werden, in denen die Nutzung von Kiemennetzen verboten ist,“ so Ziegler. Auf der laotischen Seite gibt es nach WWF-Angaben höchstens noch acht Irawadi-Delphine.

Grauwal – Für Wale soll es keine neuen internationalen Meeresschutzgebiete geben. Dies ist das Resultat der diesjährigen Konferenz der Internationalen Walfangkommission IWC. Die Verhandlungspartner versäumten es, sich für einen verstärkten Schutz der Meeressäuger einzusetzen. Dabei sind mutige Entscheidungen dringend nötig, um die bedrohten Bestände zu erhalten. Besonders schlimm steht es um den Westpazifischen Grauwal. Die letzten Exemplare – rund 130 Tiere, davon weniger als 30 fortpflanzungsfähige Weibchen – leben vor der russischen Insel Sachalin. Dort sind gigantische Projekte geplant, um weitere Ölvorkommen zu erschließen. Dieser massive Eingriff könnte das Ende der sensiblen Säuger sein. Der WWF wehrt sich deshalb gegen die Realisierung einer weiteren, dritten Ölbohrplattform und setzt setzt sich stattdessen für ein Walschutzgebiet ein.

Quelle: http://www.wwf.de/presse/details/news/luchs_nashorn_co_die_gewinner_und_verlierer_2011/

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