Kongress "EU-Fischereipolitik: Was tun, wenn der Fisch knapp wird?" am 24.03.2012 in Hamburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde,

wir laden Sie herzlich ein zur Konferenz „EU-Fischereipolitik: Was tun, wenn der Fisch knapp wird?“ am 24. März 2012 in Hamburg.

Viele Fischbestände und die biologische Vielfalt unserer Meere sind massiv bedroht. Ein Grund dafür ist die weltweite Überfischung der Meere. In den europäischen Gewässern sind nach Angaben der EU trotz leichter Besserung immer noch 74 Prozent der Fischbestände überfischt. Denn die politisch bewilligten Fangquoten überschreiten oftmals seit Jahren deutlich die wissenschaftlichen Empfehlungen. Die paradoxe Folge ist, dass die Fischer immer weniger Fische fangen – ein Teufelskreis, der weltweit nicht nur die Meereslebensräume bedroht, sondern die Arbeitsplätze der Fischer und die Versorgung mit dem wertvollen Lebensmittel Fisch gleich mit. Dass es möglich ist, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, zeigen mehrere Bestände im Nordostatlantik, die in den letzten Jahren schonend und im Einklang mit den wissenschaftlichen Empfehlungen befischt wurden: Sie haben sich wieder erholt – die Fangmengen steigen wieder.

Die verfehlte EU-Fischereipolitik bedroht aber nicht nur die europäischen Meere, sondern trägt auch zur Überfischung der Weltmeere maßgeblich mit bei. Denn die überdimensionierte europäische Flotte fischt auch vor Afrika und auf den Weltmeeren. ‚Das hat neben den negativen ökologischen aber ebenso dramatische soziale Folgen für die Länder des globalen Südens. Denn die Fangschiffe vor ihren Küsten nehmen den Menschen vor Ort ihre Nahrungs- und Einkommensquellen. Aber nicht nur das: 60 Prozent des Fischs, der in der EU verbraucht und gegessen wird, wird importiert. Die EU hat also – neben anderen großen Fischereinationen – sowohl durch ihre Fischflotten als auch als Importmarkt eine große Verantwortung dafür, ob auf den Weltmeeren nachhaltig gefischt wird oder nicht.

Darauf muss die EU-Fischereipolitik reagieren und die bestehenden Fehlentwicklungen beseitigen! Mit der Reform der EU-Fischereipolitik im kommenden Jahr, bietet sich die Gelegenheit, ein Umsteuern herbeizuführen. Deutschland, als einem der großen EU-Mitgliedstaaten, kommt hier eine besondere Rolle zu. Die Bundesregierung darf sich nicht auf wohlklingende und sinnvolle Ziele und Forderungen beschränken. Sie muss sich im EU-Agrar- und Fischereirat auch vehement für deren Umsetzung engagieren.

Auf unserem Fischereikongress wollen wir eine internationale Fischereipolitik diskutieren, die ökologisch ausgewogen, bestandserhaltend, sozial und damit zukunftsfähig ist. Wir wollen bestehende Probleme erörtern und grüne Lösungsansätze aufzeigen. Wir gehen den Fragen nach, welche Rolle die Verbraucherinnen und Verbraucher spielen, wie wir den ökologischen Zustand unserer Meere verbessern und die Vermüllung stoppen können.

Die näheren Angaben über Programm, Zeit, Ort, ReferentInnen und Anmeldeformalitäten finden Sie in unserem Internetangebot unter: http://www.gruene-bundestag.de/cms/termine/dok/403/403570.html

Bitte nutzen Sie die Möglichkeit der Online-Anmeldung bis 19.03.2012: https://www.gruene-bundestag.de/cms/termine/dok/403/403589.html

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von der Grünen Fraktion im Europäischen Parlament, der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und der GAL-Fraktion der Hamburger Bürgerschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Infoservice der Bundestagsfraktion

Bündnis 90/Die Grünen

Platz der Republik 1

11011 Berlin

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