Auftakt des 9. ExtremWetterKongresses in Hamburg

Auftakt des 9. ExtremWetterKongresses in Hamburg

– Verkehrsinfrastruktur-Planung erfordert starke Einbeziehung von Wissen über Klimawandel

– Bedeutung extremer Wetterereignisse auf die Versicherungswirtschaft erheblich gestiegen

– Gesamtes Klimasystem erwärmt sich, trotz Stagnation der Lufttemperatur

– Notwendigkeit der Förderung von Wissenstransfer in die Öffentlichkeit

– 2.500 „junge Forscher“ in der HafenCity Hamburg

– Rollenverteilung zwischen Klimaforschung und Politik nicht immer einfach

– Neue Hoffnung auf ein globales Klimaabkommen setzt hohe Erwartung in die EU

Teilnehmer der Pressekonferenz:
Dr. Paul Becker, Vizepräsident Deutscher Wetterdienst
Frank Böttcher, Institut für Wetter- und Klimakommunikation
Arved Fuchs, Expeditionsleiter
Prof. Peter Höppe, Munich Re
Prof. Dr. Mojib Latif, GEOMAR – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Hans von Storch, KlimaCampus Hamburg und Helmholtz Zentrum Geesthacht

Redner zur Eröffnung (6.10.2014, 13 Uhr)
Senatorin Jutta Blankau, Senatorin Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung Hamburg
Prof. Dr. Harald Sternberg, Vizepräsident HafenCity Universität
Dr. Paul Becker, Vizepräsident Deutscher Wetterdienst
Dipl.-Met. Gudrun Rosenhagen, Vorsitzende Deutsche Meteorologische Gesellschaft e.V.
Klaus Milke , Vorstandsvorsitzender Germanwatch e.V.

Hamburg, 6.10.2014 – Der 9. ExtremWetterKongress hat am Montag in Hamburg begonnen. Fast 100 Wissenschaftler und Experten präsentieren einer breiten Öffentlichkeit den aktuellen Stand der Wissenschaft und stellen Themen zu Wetter und Klima zur gesellschaftlichen Diskussion.

Parallel zum ExtremWetterKongress finden in der Hamburger HafenCity die Veranstaltungen „Wetter.Wasser.Waterkant“ – Das Bildungsprogramm für Schulen – und die Open-Air-Fotoausstellung „Dem Sturm ins Auge schauen“ statt. Im Rahmen des Kongresses werden am 8.10. die Medienpreise für Meteorologie vergeben. Den Partnerstädtepreis für herausragende Forschung zu Wasser und Klima wird Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt überreichen. Insgesamt werden bis zum Freitag etwa 5.000 Besucher und Teilnehmer in der HafenCity erwartet.

Verkehrsinfrastruktur-Planung erfordert starke Einbeziehung von Wissen über Klimawandel

Der ExtremWetterKongress hat das dieses Jahr das Schwerpunktthema „Extremwetter/Klimawandel und Verkehr“. Verkehrsinfrastrukturen sind ein essentieller Bestandteil von modernen, hoch vernetzten Gesellschaften. Extreme Wetterereignisse verursachen jedoch auch in Deutschland immer wieder größere Ausfälle bei den Verkehrsträgern. Gut in Erinnerung sind zum Beispiel noch die Folgen der Hochwasser an Donau und Elbe im Jahr 2013, als z.B. größere Teilstücke von Autobahnen in Bayern wegen Überschwemmung gesperrt werden mussten und die Elbebrücke der ICE-Trasse Hannover-Berlin so stark beschädigt war, dass sie erst nach mehreren Monaten wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte.
Im Rahmen sich ändernder klimatischer Bedingungen kann schon heute für verschiedene extreme Wetterbedingungen eine Zunahme der Eintrittshäufigkeiten festgestellt werden, die Auswertung von Klimaprojektionsdaten lassen weitere Änderungen der Eintrittswahrscheinlichkeiten solcher Ereignisse erwarten.
Dr. Paul Becker, Vizepräsident Deutscher Wetterdienst: „Für eine nachhaltige Strategie zum Erhalt bestehender und der Planung zukünftiger Verkehrsinfrastrukturen ist daher die Einbeziehung des Wissens über den Klimawandel von erheblicher Relevanz.“

Bedeutung extremer Wetterereignisse auf die Versicherungswirtschaft erheblich gestiegen

Global betrachtet hat sich durch den Klimawandel bereits die Bewertung von Risikogebieten deutlich verändert. Die Frage, inwieweit neu ausgewiesene Hochwassergebiete – wie aktuell in Hamburg – die Werte der Grundstücke vermindern und die Versicherbarkeit in Frage stellen, kann von Hamburg direkt auf globale Szenarien übertragen werden. Rund 80 Prozent der Bevölkerung weltweit lebt in Küstenregionen, die unmittelbar durch den steigenden Meeresspiegel gefährdet sind. Und auch in Deutschland ist die Bedeutung extremer Wetterereignisse auf die Versicherungswirtschaft erheblich gestiegen.
Prof. Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung von Munich Re: „In den vergangenen Jahren hat sich in Deutschland eine Reihe von extremen Sommerunwettern mit schweren Hagelschlägen ereignet, etwa im Juli 2013 mit Gesamtschäden von 3,6 Mrd. €, wovon 2,8 Mrd. € versichert waren.“ Der Munich Re zufolge zeigen Studien, dass solche Sommerunwetter mit Hagel und Starkniederschlag an Zahl und Intensität zunehmen, woran vermutlich der menschgemachte Klimawandel einen wesentlichen Anteil hat. „Aus meiner Sicht“, so Höppe, „sind große Anstrengungen nötig, um die Schadenanfälligkeit von Gebäuden und Infrastruktur bei solchen Unwettern zu reduzieren. Die Versicherung kann hierzu einen Anreiz bieten, denn sie kann billiger werden, wenn das Risiko durch schadenmindernde Maßnahmen reduziert wird.“

Wie wirtschaftlich sinnvoll solche Vorsorgemaßnahmen sind, zeigt das Beispiel Hochwasserschutz in Hamburg. Dort wurden seit der Hochwasserkatastrophe von 1962 mit 347 Toten mehr als 2 Mrd. € in Schutzmaßnahmen investiert. Dadurch hat Hamburg bei späteren Hochwassern nach einer Analyse von Munich Re seitdem Schäden in der Größenordnung von
20 Mrd. € vermeiden können. Zuletzt zeigte sich die positive Wirkung der Schutzmaßnahmen bei der schweren Sturmluft in Folge des Orkans XAVER 2013.

Gesamtes Klimasystem erwärmt sich, trotz Stagnation der Lufttemperatur
In den letzten Monaten haben Klimaskeptiker immer wieder versucht, den Klimawandel mit Hinweis auf die Stagnation der globalen Temperatur zu negieren. Diese Sicht der Dinge vernachlässigt nach Ansicht der Teilnehmer der Pressekonferenz die Betrachtung des gesamten Klimasystems. Prof. Dr. Mojib Latif, GEOMAR – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel: „Trotz des nur geringen Temperaturanstiegs an der Erdoberfläche während der letzten Jahre, schreitet die Erwärmung des Klimasystems rasant voran. Das ist an der anhaltenden Erwärmung der Meere bis in zwei Kilometer Tiefe zu erkennen. Die Ozeane haben in den letzten 40 Jahren über 90 Prozent der durch das Mehr an Treibhausgasen in der Atmosphäre erzeugten Wärmeenergie aufgenommen. US-Präsident Obama hat erst letzte Woche auf dem UNO-Sondergipfel zum Klimawandel noch einmal eindringlich vor den Folgen einer ungebremsten Klimaerwärmung gewarnt.“

Aktuell wirken die Ozeane nicht nur als Puffer für den Anstieg der globalen Temperatur, sie nehmen auch gewaltige Mengen CO2 aus der Atmosphäre auf. Neben den Klimafolgen hat die aktuelle Entwicklung daher einen erheblichen Einfluss auf das Ökosystem der Ozeane. Latif: „Infolge der Aufnahme von Kohlendioxid versauern die Meere zusehends, mit unabsehbaren Folgen für die Meeresökosysteme und die Ernährungssituation auf der Erde. Der Säuregrad der Meere hat seit Beginn der Industrialisierung schon um 30 Prozent zugenommen.“

Die sichtbaren Zeichen des Klimawandels
Der Expeditionsleiter Arved Fuchs ist gerade aus dem arktischen Eis zurückgekehrt. Auf seiner diesjährigen Expedition nach Grönland konnte er den Spuren des Klimawandels folgen. Arved Fuchs: „Auch in diesem Sommer konnte man an der Ostküste Grönlands die Auswirkungen des Klimawandels vor Ort erkennen. Beispielsweise konnten wir Vergleiche anstellen, wie sich der Haregletscher innerhalb von 31 Jahren verändert hat.“ In diesem Jahr waren Bergsteiger mit an Bord, die sich auf ihrer Expedition auch den Einflüssen der starken Schmelzprozesse ausgesetzt sahen. Fuchs: „Die Besteigung des Gunnbjörn Fjeld in nur 17 Tagen war eine herausragende Leistung, gerade unter dem Aspekt des extrem schwierigen Geländes, welches von Gletscherspalten und Schmelzseen durchzogen war.“ Satellitenbeobachtungen zeigen, dass Grönland im letzten Jahr etwa 375 Mrd. Tonnen Eis verloren hat. Das ist der höchste Jahreswert seit Beginn der Beobachtungen.

Notwendigkeit der Förderung von Wissenstransfer in die Öffentlichkeit

Die Folgen des Klimawandels sind indes an vielen Stellen der Erde, in Europa und auch in Deutschland sichtbar. Am Mittwoch dieser Woche wird die hochauflösende Wettercam am Großglockner mit dem „Medienpreis für Meteorologie“ ausgezeichnet. Eigentlich für aktuelle Wetterbeobachtungen gedacht, zeigt die seit vier Jahren laufende Kamera den rapiden Rückgang des Gletschers. Frank Böttcher, Leiter des Institut für Wetter- und Klimakommunikation: „Trotz der Stagnation bei der globalen Lufttemperatur in den letzten Jahren, ziehen sich 81 Prozent der Gletscher weltweit zurück. Das ist ein Hinweis darauf, dass sich einem weiteren Temperaturanstieg dieser Prozess beschleunigen dürfte.“

In der Arktis lagen in den letzten 15 Jahren – dem Zeitraum des globalen Temperaturplateaus – die Eisflächen im Mittel etwa eine Million Quadratkilometer unter denen der vorangegangenen Jahrzehnte. Böttcher: „Die Arktis reagiert ohne großen zeitlichen Verzug auf die globale Temperatur.“ Für die kommenden Jahre werde aus seiner Sicht die Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen immer wichtiger. „Eine gut informierte Gesellschaft, trifft aus meiner Sicht die klügeren Entscheidungen für die Zukunft. Dafür ist es notwendig, dass Ideologien und Meinungen den fundierten und überprüfbaren wissenschaftlichen Ergebnissen weichen. Der Wissenschaft kommt also verstärkt die Aufgabe zu, dieses Wissen einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.“

2.500 „junge Forscher“ in der HafenCity
Die Politik hat aus Böttchers Sicht die Notwendigkeit verstärkter Bildungsmaßnahmen erkannt und in diesem Jahr erstmals das Bildungsprogramm „Wetter.Wasser.Waterkant“. gefördert, das als eigene Veranstaltung parallel zum ExtremWetterKongress stattfindet und mit 2.500 Teilnehmern die größte Veranstaltung dieser Art in Deutschland geworden ist. Größter Förderer des Bildungsprogramms ist die HafenCity Hamburg GmbH. Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH: „Es freut mich sehr, dass sich mit dem Bildungsprogramm „Wetter.Wasser.Waterkant“. im Rahmen des ExtremWetterKongresses ein so spannendes Format für Hamburger Schüler und Lehrer erfolgreich in der HafenCity etabliert hat. Die HafenCity ist auch ein außergewöhnlicher Lernort: Land und Wasser neu verknüpfend, bietet sie ein hervorragendes Beispiel für zukunftsfähige Stadtstrukturen, die durch nachhaltige Gebäudeentwicklungen, integrierte Verkehrskonzepte sowie CO2-arme Wärmeversorgung verstärkt werden.“, so Bruns-Berentelg. „Die HafenCity leistet vor Ort einen wichtigen Beitrag zur Dämpfung der Effekte des Klimawandels“.

Rollenverteilung zwischen Klimaforschung und Politik nicht immer einfach
Klimaforscher werden auf Grund ihrer wissenschaftlichen Ergebnisse viel stärker mit ihren Ergebnissen gleichgesetzt, als Experten anderer Fachbereiche. Der Grund liegt in der hohen Relevanz der der Ergebnisse für unsere Gesellschaft. Daraus ergeben sich aber auch Rollenkonflikte: Endete die Arbeit der Forscher früher in diesem Bereich mit ihren Ergebnissen, werden sie heute von der Politik mit den Fragen nach Lösungen konfrontiert. Prof. Dr. Hans von Storch, vom KlimaCampus Hamburg und Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht: „Klimaforschung und Klimapolitik haben sich in die Klimafalle bugsiert – und nehmen beide Schaden dran. Die einen haben Probleme mit der kritischen Distanz, die anderen trauen sich nicht zu entscheiden.“ Dieser Rollenteilung stelle sich zukünftig auch der KlimaCampus in Hamburg. „Hamburg ist der Standort für Klimaforschung in Deutschland; hier wurde sie zweimal „erfunden“ – in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und im letzten Viertel des 20ten Jahrhunderts. Hier gibt es eine Vielfalt der Themen, Exzellenz in der Tiefe und eine Einbindung in regionale und internationale Entscheidungsprozesse. Zusammen sind wir der KlimaCampus Hamburg“, so von Storch weiter.

Neue Hoffnung auf ein globales Klimaabkommen setzt hohe Erwartung in die EU
Klaus Milke, Vorsitzender von Germanwatch e.V. setzt in seiner Eröffnungsrede – trotz der bislang schleppenden Fortschritte – auf ein Ergebnis bei den internationalen Verhandlungen. Ende 2014 treffen sich die staatlichen Delegierten, die NGOs, Wissenschaftler und Unternehmensvertreter zur 20. UN-Klimakonferenz in Lima, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der 21. Gipfel in Paris ein global ausgerichtetes Regime ab 2020 schafft. Germanwatch e.V. nimmt als NGO seit 1995 an den internationalen Klimakonferenzen teil. Milke: „Die größte Hürde ist im Moment, dass die Europäer ihre pro-aktive Rolle bei den Verhandlungen wieder aufnehmen.“ Er sieht die USA und China aktuell in einer „erstaunlich konstruktiven Rolle“. Milke: „Hauptbremser sind Kanada, Australien, Russland und Japan.“
Dipl.-Met. Gudrun Rosenhagen, Vorsitzende der Deutsche Meteorologische Gesellschaft e.V. (DMG), sieht die Meteorologie als Vorbild: „Die Zusammenarbeit der Meteorologen und Klimatologen weltweit könnte Vorbild und Motivation für den gemeinsamen Austausch und die weltweite Kooperation der Staatengemeinschaft, z.B. auch bei den anstehenden Klimaverhandlungen sein.“ Die DMG feiert im Rahmen des 9. ExtremWetterKongresses mit einer Festveranstaltung am 7.10.2014 das 40-jährige Jubiläum ihrer Neugründung.

Der ExtremWetterKongress findet seit neun Jahren an wechselnden Standorten statt und ist die größte Veranstaltung dieser Art in Deutschland.

Klimafakten weltweit 2014
_____________________________________________________________________

Wassertemperatur: Die Wassertemperaturen sind global von 1970 bis 2010 um 0,4 Grad gestiegen.

Meeresspiegel: Der Meeresspiegel ist global im Mittel von 1993 bis 2014 um etwa 63 Millimeter gestiegen und steigt aktuell mit einer Rate von 3,2 Millimetern pro Jahr.

Sauerer Ozean: Der Säuregehalt der Meere liegt bei PH 8,1 und damit niedriger als in den letzten 800 000 Jahren.

Gletscher: 81 Prozent der weltweit untersuchten Gletscher ziehen sich aktuell zurück.

Antarktis: Zwischen 1992 und 2011 hat die Antarktis demnach jährlich im Mittel 71 Milliarden Tonnen Eis verloren. Insgesamt verlieren die Eisschilde der Antarktis pro Jahr rund 125 Mrd. Tonnen Eis.

Arktis: Das Eismaximum der Arktis im Winter ist in den letzten 35 Jahren von 16,2 Mio. Quadratkilometer auf 14,5 Mio. Quadratkilometer zurückgegangen.

Grönland: Grönland verlor bis 2009 jährlich 100 bis 350 Mrd. Tonnen Eis. Seit 2009 sind es etwa 375 Mrd. Tonnen pro Jahr.

Eisbär: In 75 Prozent der untersuchten Eisbärpopulationen gehen die Bestände zurück.

CO2: In diesem Jahr wurden ein Wert von 402 ppm erreicht. Das ist die höchste CO2-Konzentration seit mindestens 800.000 Jahren und 40% über der vorindustriellen Zeit.

Entwaldung: Borneo: 80 Prozent Entwaldung zwischen 1980 und 2010. Südostasien: 33 Prozent Entwaldung 1973 bis 2009. Amazonasbecken: Entwaldung der Fläche Deutschlands innerhalb der letzten10 Jahre.

Klimafakten Deutschland 2014
_____________________________________________________________________

Hitzerekorde: Die Hitzerekorde in Deutschland haben sich in den letzten 15 Jahren im Vergleich zu den 15 Jahren davor verdoppelt. 1980 bis 1996 im Mittel 27 Dekadenrekorde, 1997 bis 2012 im Mittel 54 Dekadenrekorde an 60 Stationen.

Mittlere Niederschläge: Zunahme in Deutschland auch aufgrund der globalen Erwärmung.

Starkniederschlag: Große Unterschiede bei Zu- und Abnahme der Ereignisse. Der Zusammenhang Klimawandel – Starkniederschlag ist komplex und Gegenstand intensiver Untersuchungen vieler Gruppen inklusive des DWD. Die mittlere Zahl der Tage mit Starkregen pro Jahr (über 30 Liter pro Quadratmeter) ist auf dem Hohenpeißenberg von 1879 bis 2006 von 3,5 auf 5,5 angestiegen. An anderen Stationen gibt es aber auch den umgekehrten Trend.

Stürme: Die mittlere Zahl der schweren Stürme über dem Nordatlantik ist von 4,7 im Jahre 1986 auf 9,5 im Jahr 2012 angestiegen. In der Nordsee ist keine Windzunahme festzustellen.

Hochwasser: Die Zahl der Wetterlagen mit hohem Hochwassergefahrenpotenzial (5b, Troglage Mitteleuropa) hat sich im Mittel vom Ende des 19. Jahrhunderts bis jetzt von 2,7 auf 9 erhöht.

___________________________________________________________________________

Weitere Veranstaltungen:
WETTER.WASSER.WATERKANT: Bildungsveranstaltung im Rahmen des EWK. Workshops, Vorträge und Exkursionen für Schülerinnen und Schüler. Mit über 2 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern größte Bildungsveranstaltung in dieser Form in Deutschland.

DEM STURM INS AUGE SCHAUEN: Open-Air-Fotoausstellung im Überseequartier im Rahmen des EWK. Die 50 Bilder des Fotographen Thorsten Milse zeigen Aufnahmen von Tieren, die sich an extremes Wetter und Klima angepasst haben. Die Ausstellung läuft bis zum 6. November 2014.

___________________________________________________________________________

E-Mail: presse@klimagipfel.de
Telefon (24/7): 040-809081244, Telefon (am Pressecounter): 01716269461
Institut für Wetter- und Klimakommunikation GmbH
Jenfelder Allee 80
D-22045 Hamburg

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s