Wissenschaftsakademien übergeben Stellungsnahme zu G7-Gipfel in Elmau zum Meeresschutz

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Wissenschaftsakademien übergeben Stellungsnahme zu G7-Gipfel in Elmau zum Meeresschutz

Antibiotikaresistenzen, Tropenkrankheiten und Zukunft der Meere

Mit welchen Antibiotika können Infektionskrankheiten auch künftig wirksam behandelt werden? Wie können Tropenkrankheiten, die vor allem den Menschen in den ärmsten Regionen der Welt zusetzen, besser bekämpft werden? Welche Maßnahmen können die Nutzung und den Schutz der Meere nachhaltig gestalten? Zu diesen Fragen haben die Wissenschaftsakademien der G7-Staaten unter Federführung der Leopoldina Stellungnahmen vorbereitet, die am 29. April in Berlin an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben worden sind.

Zum Thema „Zukunft der Meere“ setzen sich die Akademien mit der Verschmutzung der Ozeane durch Schwermetalle und Plastikmüll auseinander. Drängendes Thema ist insbesondere die durch den Klimawandel bedingte Versauerung und Erwärmung der Meere sowie die Überdüngung durch Stickstoffeintrag aus der Landwirtschaft.

Kanzlerin Angel Merkel bemerkte dazu, dass ein effizienter und nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen, die Stärkung des lokalen Unternehmertums, die Rechte der Frauen und die Gesundheitsthemen wichtige Fragen auf dem Gipfel werden sein werden.

Zum Schutz der Ozeane sagte sie, dass intakte Meere überlebenswichtig für die Menscheit sind. Die Belastungen durch den Klimwandel und die verstärkte Nutzung setzen den Meere aber erhblich zu. Es gibt also viele Gründe sich um den Schutz zu kümmern und sie werde gerade das Thema Verschmutzung durch Meeresplastik durch ein Aktionsprogramm als Antwort vorschlagen. Auch der Schutz der Tiefsee vor dem Meeresbergbau soll frühzeitig auf ihr Machbarkeit hin überprüft werden und braucht klare Rahmenbedingungen.

Die Wissenschaftsakademien der G7-Staaten fordern:

(1) Änderungen des Kurses der nationalen CO2-Emissionen,
(2) die Reduktion und weitere Regulierung anthropogener Meeresverschmutzung,
(3) ein Ende der Überfischung sowie den Schutz der Biodiversität und der Ökosysteme der Meere durch forschungsbasierte verantwortliche Bewirtschaftung und
(4) die Verbesserung der internationalen Wissenschaftskooperation, um zukünftige Veränderungen der Ozeane sowie deren Auswirkungen auf die menschliche Gesellschaft und die Umwelt besser vorhersagen, handhaben und mildern zu können.

Infomaterial
http://www.leopoldina.org/de/publikationen/detailansicht/?publication%5Bpublication%5D=665&cHash=552526d578b5f9441a4678f582a25311

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