Rekordwärme im September hinterlässt Spuren in der Nordsee

Die Meerestemperatur der Deutschen Bucht war mit 19,1° C im September erheblich wärmer als im August (18,4° C) oder Juli (17,4° C). Sie lag um 3,4° C über dem Klimanormalwert. Ursache für die außergewöhnlich hohe Temperatur des Septembers war eine stabile, sonnenscheinreiche Hochdruckwetterlage, welche die durchwachsenen, unbeständigen Wetterbedingungen des Hochsommers ab Mitte August abgelöst hat. „Rekordwärme im September hinterlässt Spuren in der Nordsee“ weiterlesen

Offenes Wasser um den Nordpol: Arktisches Meereis auf dem Rückzug

In diesem September ist die Fläche des Arktischen Meereises auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern (Mio km2) abgeschmolzen. Dies ist die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen. Weniger Meereis gab es nur im Negativ-Rekord-Jahr 2012 mit 3,4 Mio km2. „Dies ist erneut ein massiver Eisverlust in der Arktis“, so Prof. Lars Kaleschke von der Universität Hamburg. Prof. Christian Haas vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) bestätigt: „Der Trend setzt sich fort.“ Nordost- und Nordwestpassage sind jetzt gleichzeitig für Schiffe befahrbar. „Offenes Wasser um den Nordpol: Arktisches Meereis auf dem Rückzug“ weiterlesen

Foraminiferen erobern Mittelmeerstrände

Nahaufnahme durch das Mikroskop der Foraminiferen-Art Pararotalia calcariformata auf ihrem Algensubstrat. Die Mikroalgen färben die Foraminifere hellbraun, wenn sie durch die Kalzitschale schimmern. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; C. Schmidt
Nahaufnahme durch das Mikroskop der Foraminiferen-Art Pararotalia calcariformata auf ihrem Algensubstrat. Die Mikroalgen färben die Foraminifere hellbraun, wenn sie durch die Kalzitschale schimmern.
Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; C. Schmidt

 

Studie zeigt: Kalkschaler passen sich wärmeren Gewässern an

Für den Erhalt der Artenvielfalt in Zeiten des Klimawandels ist es wichtig, dass sich einzelne Arten an die veränderten Umweltbedingungen, vor allem an wärmere Temperaturen, anpassen. Entscheidend ist, wie schnell das geschieht. Besonders empfindlich reagiert der Lebensraum Korallenriff. Viele seiner Bewohner leben in Gemeinschaft mit Algen. Steigt die Temperatur, verlieren Korallen ihre Algen, sie bleichen aus. „Foraminiferen erobern Mittelmeerstrände“ weiterlesen

Ozeanversauerung bedroht Dorsch-Nachwuchs im Atlantik

Internationale Forschergruppe unter Leitung des GEOMAR weist erstmals erhöhte Sterblichkeit für Larven nach

Die zunehmende Ozeanversauerung könnte die Sterblichkeit frisch geschlüpfter Dorschlarven verdoppeln. Die Bestände dieser wirtschaftlich wichtigen Fischart würden dadurch bei unveränderter Nutzung unter massiven Druck geraten. In zwei mehrwöchigen Versuchen ermittelten Mitglieder des deutschen Forschungsverbunds BIOACID erstmals Raten für die Sterblichkeit von Dorsch in der Westlichen Ostsee und in der Barentssee unter einem Grad der Versauerung, den die Fische gegen Ende dieses Jahrhunderts erleben könnten. Darauf aufbauende Modellrechnungen zur Bestandsdynamik zeigen, dass die Nachwuchsproduktion auf ein Viertel bis ein Zwölftel des bisherigen Wertes sinken könnte – ein Alarmsignal für das Fischereimanagement. „Ozeanversauerung bedroht Dorsch-Nachwuchs im Atlantik“ weiterlesen

Climate Change bleached 60% of Maldives coral reefs

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Photo: Andre Seale

Maldives coral reefs under stress from climate change: research survey reveals over 60% of corals bleached
Preliminary findings of a comprehensive scientific survey examining the impact of the climate change-related 2016 mass bleaching in the Maldives indicate that all reefs surveyed were affected by the event. Approximately 60% of all coral colonies assessed – and up to 90% in some sites – were bleached.
Higher than average sea surface water temperatures, linked to an El Niño Southern Oscillation Event, have caused mass coral bleaching around the world in 2016.

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Einige Bodenorganismen im Meer können saure Umgebung überleben

Schlangensterne am Meeresboden im Nordost-Atlantik. Foto: Serpent project
Schlangensterne am Meeresboden im Nordost-Atlantik.
Foto: Serpent project

Der Meeresboden ist ein besonders artenreicher Lebensraum für kalkbildende Arten. Seeigel, Seesterne, Kalkalgen und viele Schalentiere wie Muscheln sind hier zuhause. Diese kalkbildenden marinen Organismen spielen für das Ökosystem Ozean eine wichtige Rolle, denn sie erfüllen zahlreiche Funktionen. So sind sie Nahrungslieferant für andere Organismen oder speichern Kohlenstoff. Bereits heute nimmt der Ozean rund ein Viertel des vom Menschen ausgestoßenen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf – mit weitreichenden Folgen für die chemische Zusammensetzung des Meerwassers und die Lebenswelt vieler mariner Organismen. „Einige Bodenorganismen im Meer können saure Umgebung überleben“ weiterlesen

Ozeanversauerung – die Grenzen der Anpassung

Emiliania huxleyi-Zellen in einer elektronenmikroskopischen Aufnahme. Foto: Kai Lohbeck, GEOMAR
Emiliania huxleyi-Zellen in einer elektronenmikroskopischen Aufnahme. Foto: Kai Lohbeck, GEOMAR

Weltweit längstes Labor-Experiment mit der Kalkalge Emiliania huxleyi zeigt, dass evolutionäre Anpassung an Versauerung nur eingeschränkt möglich ist –

Die wichtigste einzellige Kalkalge der Weltmeere, Emiliania huxleyi, ist grundsätzlich in der Lage, sich durch Evolution an Ozeanversauerung anzupassen. Das bisher längste Evolutionsexperiment mit diesem Organismus zeigt jedoch, dass das Anpassungspotenzial nicht so groß ist, wie ursprünglich angenommen. So konnte sich die Wachstumsrate unter erhöhten Kohlendioxid-Konzentrationen auch nach vier Jahren nicht weiter nennenswert verbessern. Die Kalkbildung war sogar geringer als bei heutigen Zellen von Emiliania huxleyi. Die Studie zeigt, dass die evolutiven Effekte im Phytoplankton komplexer sind, als bisher angenommen. „Ozeanversauerung – die Grenzen der Anpassung“ weiterlesen

Elegy for the Arctic

Through his music, acclaimed Italian composer and pianist Ludovico Einaudi has added his voice to those of eight million people from across the world demanding protection for the Arctic. Einaudi performed one of his own compositions on a floating platform in the middle of the Ocean, against the backdrop of the Wahlenbergbreen glacier (in Svalbard, Norway).

 

https://www.savethearctic.org/voices/

„forscher ahoi!“ – Magazin nimmt die Meere und Ozeane in den Fokus

Forscher Ahoi 1-2016 Meeresheft
Forscher Ahoi 1-2016 Meeresheft

Das Magazin „forscher ahoi!“ nimmt Kinder und Jugendliche mit auf eine Expedition in unbekannte Welten. Die erste Ausgabe „Räuber am Riff“ im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane stellt jungen Leserinnen und Lesern im Alter von acht bis zwölf Jahren nicht nur Haie und ihren Lebensraum vor, es verrät auch, wie die Profis große Fischschwärme zählen. Das Heft ist jetzt kostenlos erhältlich. „„forscher ahoi!“ – Magazin nimmt die Meere und Ozeane in den Fokus“ weiterlesen

Nordsee 2099: Klimawandel vertreibt „Ökosystem-Dienstleister“

 

Wandert in der Zukunft weit in den Norden: Der Seestern Ophiotrix fragilis. © Senckenberg
Wandert in der Zukunft weit in den Norden: Der Seestern Ophiotrix fragilis. © Senckenberg

Nordsee 2099: Verlust der heimischen Fauna – Modellierungen zeigen Artenschwund durch Klimawandel

Im Jahr 2099 wird es in der Nordsee deutlich weniger heimische Arten geben – dies prognostizieren Senckenberg-Wissenschaftler in einer kürzlich im Fachjournal „Estuarine, Coastal and Shelf Science“ erschienenen Studie. Durch die Erhöhung der Wassertemperatur und des Salzgehaltes werden laut den Modellierungen der Forscher über 60 Prozent der bodenlebenden heimischen Fauna ihren Lebensraum in der Nordsee verlieren. Etwa zwei Drittel der untersuchten Tiere zieht es nach Norden, ein Drittel südwärts. Das deutsch-norwegische Wissenschaftlerteam geht davon aus, dass die freiwerdenden Lebensräume zukünftig von einwandernden Arten besetzt werden. „Nordsee 2099: Klimawandel vertreibt „Ökosystem-Dienstleister““ weiterlesen