Rekordwärme im September hinterlässt Spuren in der Nordsee

Die Meerestemperatur der Deutschen Bucht war mit 19,1° C im September erheblich wärmer als im August (18,4° C) oder Juli (17,4° C). Sie lag um 3,4° C über dem Klimanormalwert. Ursache für die außergewöhnlich hohe Temperatur des Septembers war eine stabile, sonnenscheinreiche Hochdruckwetterlage, welche die durchwachsenen, unbeständigen Wetterbedingungen des Hochsommers ab Mitte August abgelöst hat. „Rekordwärme im September hinterlässt Spuren in der Nordsee“ weiterlesen

Plankton. Der erstaunliche Mikrokosmos der Ozeane

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Christian Sardet „Plankton“ Verlag Ulmer 2016.

Wunder einer driftenden Welt: Sardets „Plankton. Der erstaunliche Mikrokosmos der Ozeane“ Reise durch die faszinierende Mikrowelt der Ozeane „Plankton. Der erstaunliche Mikrokosmos der Ozeane“ weiterlesen

Der Meeresboden im Roten Meer ist älter als angenommen

Virtueller Anblick eines der größten Unterwasservulkane im Roten Meer. Hatiba Mons durchmisst mehr als 13 km, erhebt sich vom umliegenden Meeresboden fast 1000 m und liegt genau auf der Spreizungsachse. Solche Riesen verstecken sich viele an den Mittelozeanischen Rücken und Hatiba Mons ist sogar noch einer der kleineren. Grafik: N. Augustin, GEOMAR
Virtueller Anblick eines der größten Unterwasservulkane im Roten Meer. Hatiba Mons durchmisst mehr als 13 km, erhebt sich vom umliegenden Meeresboden fast 1000 m und liegt genau auf der Spreizungsachse. Solche Riesen verstecken sich viele an den Mittelozeanischen Rücken und Hatiba Mons ist sogar noch einer der kleineren. Grafik: N. Augustin, GEOMAR

Das Rote Meer ist für Geowissenschaftler ein faszinierendes Untersuchungsobjekt, weil sie dort einen Ozean in einem frühen Entwicklungsstadium beobachten können. Doch aufgrund der immer wieder schwierigen Arbeitssituation in der Region sind noch viele Fragen offen. Neueste Untersuchungen von Forschenden des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zeigen jetzt, dass viele bisherige Lehrmeinungen über das Rote Meer verändert werden müssen. Dazu gehört auch das Alter der Ozeanbodenspreizung, wie eine neue Studie in der internationalen Fachzeitschrift Geomorphology zeigt.

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Meerespreis 2016 an Fürst Albert II. von Monaco verliehen

Präsident des Mittelmeerforschungsrates wird für sein Engagement für die Meere gewürdigt

Für sein Engagement um die Erforschung, den Erhalt und den Schutz der Meere ist der Präsident des Mittelmeerforschungsrates (CIESM), S.D. Fürst Albert II. von Monaco, heute in Kiel mit dem Deutschen Meerespreis 2016 ausgezeichnet worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird alljährlich vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und der Deutschen Bank verliehen. Die Verleihung fand im Rahmen der Eröffnung des 41. CIESM Kongresses statt, zu dem mehr als 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 50 Ländern nach Kiel gekommen sind. „Meerespreis 2016 an Fürst Albert II. von Monaco verliehen“ weiterlesen

Foraminiferen erobern Mittelmeerstrände

Nahaufnahme durch das Mikroskop der Foraminiferen-Art Pararotalia calcariformata auf ihrem Algensubstrat. Die Mikroalgen färben die Foraminifere hellbraun, wenn sie durch die Kalzitschale schimmern. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; C. Schmidt
Nahaufnahme durch das Mikroskop der Foraminiferen-Art Pararotalia calcariformata auf ihrem Algensubstrat. Die Mikroalgen färben die Foraminifere hellbraun, wenn sie durch die Kalzitschale schimmern.
Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; C. Schmidt

 

Studie zeigt: Kalkschaler passen sich wärmeren Gewässern an

Für den Erhalt der Artenvielfalt in Zeiten des Klimawandels ist es wichtig, dass sich einzelne Arten an die veränderten Umweltbedingungen, vor allem an wärmere Temperaturen, anpassen. Entscheidend ist, wie schnell das geschieht. Besonders empfindlich reagiert der Lebensraum Korallenriff. Viele seiner Bewohner leben in Gemeinschaft mit Algen. Steigt die Temperatur, verlieren Korallen ihre Algen, sie bleichen aus. „Foraminiferen erobern Mittelmeerstrände“ weiterlesen

Reichhaltiges Leben an natürlichen Ölquellen

Asphaltstrukturen am Mictlan Knoll in 3100 Meter Tiefe, aufgenommen mit dem Tiefseeroboter MARUM-QUEST. Foto: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften
Asphaltstrukturen am Mictlan Knoll in 3100 Meter Tiefe, aufgenommen mit dem Tiefseeroboter MARUM-QUEST. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften

Facettenreich und vielfältig sind die Lebensräume, die sich um natürliche Öl-Austrittsstellen am Meeresboden herum etabliert haben. Dicht nebeneinander haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf einer vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen organisierten Expedition sprudelnde Gasblasenaustritte, massive Gashydrate, ölgetränkte Sedimente und Ablagerungen von schwerem Öl in etwa drei Kilometern Wassertiefe vorgefunden. Die verschiedenen Bestandteile Gas, leichteres Öl und zu Asphalt erstarrtes, schwereres Öl beheimaten jeweils charakteristische Gruppen von Organismen. Erste Ergebnisse haben die Forschenden zusammen mit Aufnahmen des Tauchroboters MARUM-QUEST jetzt in der Zeitschrift Biogeosciences veröffentlicht. „Reichhaltiges Leben an natürlichen Ölquellen“ weiterlesen

Einige Bodenorganismen im Meer können saure Umgebung überleben

Schlangensterne am Meeresboden im Nordost-Atlantik. Foto: Serpent project
Schlangensterne am Meeresboden im Nordost-Atlantik.
Foto: Serpent project

Der Meeresboden ist ein besonders artenreicher Lebensraum für kalkbildende Arten. Seeigel, Seesterne, Kalkalgen und viele Schalentiere wie Muscheln sind hier zuhause. Diese kalkbildenden marinen Organismen spielen für das Ökosystem Ozean eine wichtige Rolle, denn sie erfüllen zahlreiche Funktionen. So sind sie Nahrungslieferant für andere Organismen oder speichern Kohlenstoff. Bereits heute nimmt der Ozean rund ein Viertel des vom Menschen ausgestoßenen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf – mit weitreichenden Folgen für die chemische Zusammensetzung des Meerwassers und die Lebenswelt vieler mariner Organismen. „Einige Bodenorganismen im Meer können saure Umgebung überleben“ weiterlesen

Klimawandel, Todeszonen und Massen an Bakterien

Der Klimawandel lenkt unsere Aufmerksamkeit auf wachsende Sauerstoffminimumzonen in den Ozeanen. Neu entdeckte SAR11-Bakterien verbrauchen dort lebenswichtigen Stickstoff.

In ausgedehnten Bereichen der Weltmeere, den sogenannten Sauerstoffminimumzonen (oxygen minimum zones, OMZs), gibt es keinen messbaren Sauerstoff. Neu entdeckte Bakterien verbrauchen dort auch noch andere lebenswichtige Moleküle. Sie tragen dazu bei, die ohnehin schon toten Bereiche noch ein bisschen toter zu machen. „Klimawandel, Todeszonen und Massen an Bakterien“ weiterlesen

Schadstoffbelastung durch Mikroplastik im Sediment höher als erwartet

Zu alarmierenden Ergebnissen kommt die Untersuchung von Mikroplastik im Sediment von Elbe, Weser, Trave, der Boddengewässer und der Nord- und Ostsee: Mikroplastik bindet deutlich mehr Schad- und Giftstoffe im Sediment als bisher vermutet. Die kleinen Plastikteilchen sind um das Drei- bis Vierfache stärker belastet als das ohnehin schon kontaminierte Sediment. Die größte Schadstoffbelastung wurde nahe der Kläranlage Lübeck gemessen. „Schadstoffbelastung durch Mikroplastik im Sediment höher als erwartet“ weiterlesen

Suche nach Phantom-Lebensräume in der Tiefsee

 

Tiefseemuscheln an einem Schwarzen Raucher im Bereich des Mittelatlantischen Rückens zwischen 5° S und 11°S, aufgenommen während der Expedition M78-2. Foto: ROV Kiel 600, GEOMAR
Tiefseemuscheln an einem Schwarzen Raucher im Bereich des Mittelatlantischen Rückens zwischen 5° S und 11°S, aufgenommen während der Expedition M78-2. Foto: ROV Kiel 600, GEOMAR

 Internationales Forscherteam zeigt Verbindungen zwischen Ökosystemen an „Schwarzen Rauchern“ – Doch wo sind die Trittsteine?

An heißen Quellen in der Tiefsee, sogenannten Hydrothermalsystemen, bilden sich hochspezialisierte Lebensgemeinschaften. Diese Systeme liegen aber oft hunderte oder tausende Kilometern voneinander entfernt. Daher rätseln Meeresbiologen schon lange, wie Larven der betreffenden Tierarten von einem Standort zum nächsten gelangen. In einer neuen Studie zeigt eine Gruppe von Forschern aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Kanada und den USA unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel mithilfe von ozeanographischer Modellierung und genetischen Analysen an Muscheln der Gattung Bathymodiolus, dass es viele, bisher nicht entdeckte Hydrothermalquellen als Zwischenstationen geben muss. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Current Biology. „Suche nach Phantom-Lebensräume in der Tiefsee“ weiterlesen