Plastik: Gefährliches Fressen im Ozean. Im ARTE-TV und im Web.

Fotos: © mobydok / atelier hurra
Fotos: © mobydok / atelier hurra

Mit ARTE können Sie das Meer entdecken! Unter dem Motto #MeereUndOzeane – Entdecken. Nutzen. Schützen laden wir Sie zu einem Web-Projekt ein: Fragen und Probleme, aber auch viel Wissenswertes zu unseren Sieben Weltmeeren stehen dabei im Fokus. In Kooperation mit dem Wissenschaftsjahr 2016*17 informieren wir auf ARTE Future über unsere Weltmeere.

Alle aktuellen Programme finden Sie hier: http://future.arte.tv/de/meer-entdecken

Ab 17. September steht das Thema „MIKROPLASTIK“ im Mittelpunkt: Jedes Jahr landen über 10 Mio Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Wie reagieren die Meeresbewohner auf die künstlichen Stoffe? Welche toxischen Effekte haben sie am Ende auf den Menschen? Immerhin finden sich schon heute in fast 60% aller Heringsmägen Plastikpartikel! Und wer 500 Gramm Garnelen im Jahr isst, verzehrt laut Meeresbiologen 175 Mikroplastik-Teilchen!

Im Film „Mikroplastik im Meer“ und in der Scroll-Doku „Plastik. Gefährliches Fressen im Ozean“ entdecken Sie, wie tief die Plastikpartikel bereits in das Nahrungsnetzwerk unserer Ozeane eingedrungen sind:

„Mikroplastik im Meer“
Dokumentarfilm von Vincent Perazio
Im TV: am 17. September um 21.45 Uhr auf ARTE
In der ARTE-Mediathek: ab 17.09. bis 24.09.2016

„Plastik. Gefährliches Fressen im Ozean“
Scroll-Doku, Produktion von  ARTE / MOBYDOK
Ab sofort hier abrufbar: Plastik. Gefährliches Fressen im Ozean

Die Eroberung der Weltmeere – Und die Macht der Wissenschaft

Kontrolle des Korallenwachstums um Barlasu Island, Japan © Werwiewas Medien/Robert Cöllen
Kontrolle des Korallenwachstums um Barlasu Island, Japan © Werwiewas Medien/Robert Cöllen

TV-Tipp Thema: Meer entdecken! | arte Monopoly der Weltmeere

Wem gehören die Weltmeere? Über Jahrtausende hatten die Ozeane keine Besitzer. Küstenstaaten beanspruchten allenfalls einen schmalen Uferstreifen. Doch einige Paragrafen im Völkerrecht haben dieses Verständnis dramatisch verändert: Das Staatsgebiet endet nun nicht mehr am Ufer eines Meeres, sondern geht unter Wasser weiter.

Es ist vergleichbar mit der Geschichte Afrikas, als die Kolonialmächte den Kontinent aufteilten. Statt militärischen, werden heute wissenschaftliche Begründungen herangezogen: „Festlandsockel“ lautet das Zauberwort für das Neuland unter Wasser und gelangte fast unbemerkt als Zusatzartikel in das Internationale Seerecht. Seit der Ratifizierung in den 90er Jahren setzen nun Küstenstaaten alles daran, einen möglichst großen Festlandsockel nachzuweisen. Denn je größer der Sockel, desto größer das dazugehörige Meeresgebiet.

Die Folgen sind noch nicht abzusehen. Nicht nur Konflikte über konkurrierende Gebietsansprüche zwischen den Staaten sind an der Tagesordnung. Auch kann niemand abschätzen, welche ökologischen Folgen es haben wird, wenn die Staaten in „ihre“ Tiefsee vorrücken, um Rohstoffe aus dem Meeresboden zu gewinnen. Das Problem: Der Festlandsockel ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen, nur Wissenschaftler können ihn bestimmen. So könnten mehr als 50 Prozent unserer Meere unter staatliche Hoheit fallen.

Die Recherche für diese Produktion dauerte mehrere Jahre. Da die sehr diskret arbeitende Festlandsockelkommission zu keiner offiziellen Stellungnahme bereit war, mussten die Filmemacher verschlungene Wege gehen, um Experten vor die Kamera zu bekommen.

Nach „Der Fluch der Meere – Plastik“ (2012) und „Natur unter Beschuss“ (2013) lenken die Autoren mit diesem Film die Aufmerksamkeit auf einen weiteren Skandal um die Weltmeere: ihre Besitznahme. „Die Einverleibung riesiger Ozeangebiete hat sich ohne große Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit vollzogen und läuft extrem intransparent. Kaum einer versteht, was da vor sich geht. Angesichts der ökologischen Fragilität wird es nun entscheidend sein, wie sich die Küstenstaaten verhalten. Die Vergangenheit hat gezeigt, wie gefährlich ihre politischen und ökonomischen Interessen den Weltmeeren werden können.“

ARTE  strahlt die Dokumentation „Die Eroberung der Weltmeere – Und die Macht der Wissenschaft“ am  04. juni 2016 um 18.00 Uhr im Rahmen des ganztägigen Programmschwerpunkts „Meer entdecken!“ zum Welttag der Ozeane aus.

Meer entdecken!

http://future.arte.tv/de/meer-entdecken

Meer entdecken! heißt es bei ARTE im Juni – nicht nur im TV-Programm, sondern auch online bei ARTE Future: Hier startet zur Ausstrahlung des Programmschwerpunkts eine Reihe von vier Webdokumentationen, die Fragen und Probleme, aber auch viel Wissenswertes zu unseren sieben Weltmeeren in den Fokus rücken. Über einen Zeitraum von zwölf Monaten wird diese Serie umfassend und fortlaufend aktualisiert und über unsere Weltmeere informieren.

Den Auftakt bildet im Juni die erste Webdoku «Monopoly der Weltmeere», die in Anlehnung an die Wissenschafts-Dokumentationen «Goldrausch im Pazifik» und «Die Eroberung der Weltmeere» die Fragen nach den staatlichen Ansprüchen auf immer größere Teile der Ozeane und der Ausbeutung ihrer Bodenschätze beleuchtet. Mit Hilfe von Experteninterviews, Filmclips und Animationen werden die User zum Nachdenken und Mitmachen angeregt. Fortgesetzt wird die Reihe mit der Webdoku «Mikroplastik in den Ozeanen» im September.

ARTE und das Wissenschaftsjahr 2016*17

Das interaktive Online-Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsjahr 2016*17, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BmBF), das von Juni 2016 bis September 2017 die vielfältigen Disziplinen und Anstrengungen der Meereswissenschaft in den öffentlichen Fokus rückt. ARTE und das Wissenschaftsjahr 2016*17 zeigen, was wir tun können und müssen, um die Meere und Ozeane für uns und künftige Generationen zu bewahren und nachhaltig nutzen zu können.

Meer entdecken! – Programmschwerpunkt zum Welttag der Ozeane

Samstag, 4. Juni 2016

Anlässlich des Welttags der Meere am 8. Juni taucht ARTE am 4. Juni den ganzen Tag über mit Meeresforschern und Biologen ein in die faszinierende Welt unserer Ozeane, dem größten Lebensraum unseres Planeten.

Ab 9.10 Uhr /Xenius – das Wissensmagazin

Ab 11.25 Uhr Frauen und Ozeane/ 5-teilige Dokumentationsreihe von Alexandra Sorgenicht

16.30 Uhr Manganknollen vom Meeresgrund: Goldrausch im Pazifik / Dokumentation von Friederike Lorenz Erstausstrahlung

18.20 Uhr Die Eroberung der Weltmeere und die Macht der Wissenschaft/ Dokumentation von Max Mönch und Alexander Lahl Erstausstrahlung

19.30 Uhr 360° geo Reportage Die Eisbergjäger von Neufundland

Ab 20.15 Uhr  Unsere Ozeane / 4-teilige DokumentatIonsreIhe von Jacques Perrin und Jacques Cluzaud  FrankreIch 2011

ArteTV: Wettlauf um die Schätze der Tiefsee

…..Mit einem Interview mit Dr. Onno Groß 1. Vorsitzender von DEEPWAVE zum Thema Folgen des Bergbaus in der Tiefsee…

Wettlauf um die Schätze der Tiefsee
ARTE Do 29.10.09, 08:10 Uhr

Die Eroberung des größten Lebensraums der Erde hat begonnen: Während Forscher in der Tiefsee auf zahllose unbekannte Lebewesen stoßen, beuten die ersten Konzerne bereits ihre Bodenschätze aus. Was wissen Meeresforscher überhaupt über diesen Teil unseres Planeten? Haben sie eine Chance, das Leben am Meeresboden zu studieren, bevor es zerstört ist?

Auf dem Forschungsschiff „Sonne“ vor Neuseeland testen Kieler Forscher den modernsten Tauchroboter der Welt: „Kiel 6000“. Er muss Belastungen standhalten, die nur mit einem Raumschiff vergleichbar sind. Am Meeresboden stößt er auf heiße Quellen: ‚Schwarze Raucher,’ aus denen Wasser voller Gold, Silber und Kupfer sprudelt. Doch es wimmelt auch von unbekannten, wunderschönen Lebewesen. Unter der „Sonne“ liegen die Goldminen der Zukunft – die schon bald abgebaut werden sollen.

Französische Biologen vom Meeresforschungsinstitut Ifremer fördern mit jeder Expedition in die Weltmeere neue Tierarten zutage. Im Labor in Brest untersuchen sie die bizarren Wesen – bis zu 100 Millionen Arten vermuten sie in der Tiefsee. Bis 2010 wollen Forscher weltweit alle zählen. Sie zeigen in X:enius den „Census of Marine Life“. Für Medizin und Biotechnologie sind die Tiefsee-Organismen von ungeahntem Wert.

Im Sommer 2007 platziert ein U-Boot die russische Flagge am Meeresboden, exakt am Nordpol. Streit entbrennt mit Kanada, Norwegen und Dänemark: Unter dem Eis der Arktis vermuten Geologen enorme Mengen Erdöl und Gas. Wem gehören die Rohstoffe der Tiefsee?

http://www.arte.tv/de/content/tv/02__Universes/U5__Default__Univers/02-Magazine/11_20Xenius/01_20Cette_20Semaine/edition-2009.10.24/EPG__29_2010_2009/2908736.html