Global Fishing Watch: online-Tool über kommerziellen Fischfang gestartet

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Oceana, SkyTruth und Google haben heute die öffentliche Betaversion von Global Fishing Watch freigeschaltet: ein neues Technikforum, mit dem jeder überall auf der Welt kostenlosen Zugang zur Überwachung und Verfolgung der Aktivitäten der weltweit größten Fischereischiffe hat, und zwar fast in Echtzeit. Mit der ersten kostenlosen weltweiten Darstellung kommerzieller Fischfang­aktivitäten* bietet Global Fishing Watch ein leistungsstarkes und neuartiges Tool an, das zur Erholung von Fischbeständen und zum Schutz unserer Meere beitragen kann, die von weltweiter Überfischung, illegalem Fischfang und der Zerstörung von Lebensräumen bedroht sind. Der offizielle Start von Global Fishing Watch wurde auf der Konferenz „Our Ocean“ in Washington D.C. verkündet, zu der der amerikanische Außenminister John Kerry internationale Führungskräfte, die sich mit marinen Fragen beschäftigen, einlädt. „Global Fishing Watch: online-Tool über kommerziellen Fischfang gestartet“ weiterlesen

Strafzahlunen in Rekordhöhe gegen illegale Fischerei

VERHÄNGUNG VON STRAFZAHLUNGEN IN REKORDHÖHE GEGEN NUTZNIESSER ILLEGALER FISCHEREI

Appell an die EU-Länder, dem Beispiel Spaniens zu folgen, Maßnahmen gegen illegale Fischerei zu ergreifen

Madrid: Die spanische Regierung hat heute[1] angekündigt, dass die Verhängung von Strafzahlungen gegen spanische Staatsangehörige und Unternehmen, die in illegale, nicht gemeldete und nicht regulierte Fischerei (IUU) verwickelt sind, eine Höhe von über 11 Millionen Euro erreichen können.

Eine EU-weite Koalition aus internationalen Nichtregierungsorganisationen, darunter die Environmental Justice Foundation und Oceana, bezeichnete dies als historischen Meilenstein im Kampf gegen IUU-Fischerei und forderte andere EU-Mitgliedsstaaten auf, ihrerseits Maßnahmen gegen Staatsangehörige zu ergreifen, die in illegale Fischerei verwickelten sind.

Bei der Strafzahlung handelt es sich um die höchste Geldstrafe, die je von einer EU-Regierung[2] verhängt wurde. Sie richtet sich gegen Unternehmen und Einzelpersonen in 19 Fällen, die mit illegalen Fischereiaktivitäten im Südpolarmeer in Zusammenhang gebracht werden. Sämtliche Unternehmen stehen mit einem galizischen Konsortium in Verbindung, das unter dem Verdacht steht, seit mehr als einem Jahrzehnt in den antarktischen Gewässern illegal nach Schwarzem Seehecht zu fischen.

Maria Jose Cornax, Managerin der Fischereikampagnen bei Oceana, begrüßte die Ankündigung: „Dies ist die höchste bekannte Sanktion und die erste, die in dieser Form im Zusammenhang mit IUU-Fischerei in der Europäischen Union verhängt wurde. Die heutige Ankündigung sendet eine klare Warnung an diejenigen, die sich bislang im Schatten anonymer Briefkastenfirmen in Übersee-Häfen unter Billigflaggen in Sicherheit wähnten. Die wirtschaftliche Bereicherung durch IUU-Fischerei wird künftig für keinen EU-Bürger geduldet werden.“

Die Geldstrafen sind das Resultat der „Operation Sparrow“, einer Razzia in den Büros von Fischereiunternehmen, die die spanischen Behörden auf der Suche nach Beweisen für die Verbindungen zur IUU-Fischerei durchgeführt haben. Im Rahmen der Operation wurden mehr als 3.000 Dokumente sichergestellt und ausgewertet. Dabei wurden eindeutige Beweise gegen Unternehmen, die Kunlun[3], Yongding[4], Songhua[5] und Tiantai[6] besitzen, vier international auf der schwarzen Liste geführten Fischereifahrzeuge, gefunden. Die genannten Schiffe wurden Anfang des Jahres durch die australischen und neuseeländischen Behörden der illegalen Fischerei überführt. Kunlun wurde festgesetzt, als es im März[7] versuchte, seinen illegalen Fang in Phuket (Thailand) anzulanden. Songhua und Yongding[8] wurden im Mai in Mindelo (Kap Verde) festgehalten. Tiantai sank im März 2014[9].

Die Wirkung der Strafzahlungen ist besonders weitreichend, denn sie trifft sowohl jene, die wirtschaftlichen Nutzen aus illegaler Fischerei ziehen, als auch solche, die direkt in illegale Fischereiaktivitäten verwickelt sind.

„Der starke politische Wille macht deutlich, dass die IUU-Verordnung der EU ein wirksames Instrument im Kampf gegen illegale Fischerei ist. Nun muss die Verordnung in allen EU-Mitgliedsstaaten vollständig umgesetzt werden, damit sichergestellt wird, dass kein EU-Bürger sich an illegalen Fischereiaktivitäten innerhalb oder außerhalb seiner Staatsgrenzen beteiligen kann. Weltweit betrachtet müssen auch andere wichtige Fischereinationen bzw. Märkte für Fischereierzeugnisse ihren gesetzlichen Rahmen stärken und mit der EU zusammenarbeiten, um das Fischerei-Management zu verbessern und der illegalen Fischerei ein Ende zu setzen“, so die Koalition.

[1] http://www.magrama.gob.es/es/prensa/ultimas-noticias/detalle-multimedia.aspx?tcm=tcm:7-386475-16

[2] http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2014/529069/IPOL_STU%282014%29529069_EN.pdf

[3] https://www.ccamlr.org/es/node/85952

[4] https://www.ccamlr.org/en/node/85959

[5] https://www.ccamlr.org/node/85906

[6] http://www.ccamlr.org/es/node/80663

[7] http://www.minister.immi.gov.au/peterdutton/2015/Pages/thailand-detains-illegal-vessel.aspx

[8] http://home.nzcity.co.nz/news/article.aspx?id=207185&fm=newsmain%2Cnrhl

[9] http://www.news.odin.tc/index.php?page=view/article/1349/Reefer-Keshan-or-Tiantai-disappeared-in-the-Antarctic

Gelbe Karte für Thailands Fischerei

Gelbe Karte für Thailands Fischerei

WWF und EJF unterstützen die Sanktionsandrohungen der EU gegenüber Thailand im Zusammenhang mit illegaler Fischerei

Hamburg/Brüssel, 21.4.2015: Wegen Verstößen gegen internationales Fischereirecht droht Fisch aus Thailands Fischerei ein Importstopp in die EU. WWF und EJF begrüßen die heute von der Europäischen Kommission in Form einer „gelben Karte“ verhängte Warnung an Thailand, das nur unzureichend gegen die illegale, nicht dokumentierte und nicht regulierte Fischerei (IUU-Fischerei) vorgeht. Thailand ist weltweit der drittgrößte Exporteur für Fischereierzeugnisse. 2013 importierte die Europäische Union Fischereierzeugnisse im Wert von 736 Millionen Euro aus Thailand. Auch Deutschland ist ein wichtiger Markt, hierzulande stammen ca. 14 Prozent der importierten Garnelen, 10 Prozent der importierten Tintenfische und 6 Prozent der Thunfischkonserven aus Thailand.

Trotz mehrmonatiger, bilateraler Verhandlungen mit der EU hat Thailand seine Defizite bei der Bekämpfung der IUU-Fischerei noch immer nicht in ausreichendem Maße behoben und steht im Verdacht, gegen internationales Fischereirecht zu verstoßen. Die gelbe Karte ist somit ein Weckruf für Thailand, in den kommenden Monaten geeignete Abhilfemaßnahmen zu ergreifen, um die Verhängung einer roten Karte zu verhindern, die einen Importstopp für thailändische Fischereierzeugnisse in die EU zur Folge hätte. Obwohl nur Fisch mit Fangzertifikat aus Drittländern in die EU eingeführt werden darf, gelangen laut Studien jährlich etwa 500.000 Tonnen illegal gefangener Fisch mit einem Wert von 1,1 Milliarden Euro auf den europäischen Markt.

„Illegale Fischerei ist ein Geschäft, mit dem Milliarden verdient und die Meere geschädigt werden. Illegal gefangener Fisch gehört nicht auf die Teller. Die gelbe Karte ist ein wirksames Druckmittel, damit bestehendes Fischereirecht auch eingehalten wird“, sagt Catherine Zucco, Fischereiexpertin des WWF. „Thailand muss nun entsprechende Maßnahmen ergreifen und mit der Europäischen Kommission zusammenarbeiten, damit die Verwarnung zurückgenommen werden kann.“

„Die thailändischen Behörden üben nur eine sehr geringe Kontrolle über die Fischereifahrzeuge ihres Landes aus. Zahlreiche illegale Aktivitäten schädigen sowohl Fischbestände als auch Meeresumwelt. Damit einher gehen in hohem Maße ausbeuterische und unmenschliche Arbeitsbedingungen, unter anderem mit sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen und extremer Gewalt“, so Steve Trent, Executive Director der Environmental Justice Foundation (EJF).

Zwar hat Thailand vor kurzem Maßnahmen zum Schutz der Arbeitskräfte im Fischereisektor ergriffen, doch die eigentliche Herausforderung besteht darin, Gesetze und Regulierungen durchzusetzen. „Es besteht ein rascher Handlungsbedarf seitens der thailändischen Regierung, um die Kontrolle der thailändischen Flotte zu verstärken und dieser ökologischen und humanitären Katastrophe ein Ende zu setzen“, resümiert Steve Trent.

Parallel zur Verhängung der gelben Karte für Thailand hat die Kommission die Sanktionsandrohungen für Südkorea und die Philippinen aufgehoben. Südkorea wurde im November 2013 mit einer gelben Karte verwarnt, die Philippinen im Juni 2014.

Hintergrundinformation:

• Die fünf Hauptimporteure für Fischereierzeugnisse aus Thailand unter den EU-Mitgliedsstaaten sind Großbritannien, Italien, Deutschland, Frankreich und die Niederlande (EUROSTAT).

• Die im Text genannten Handelszahlen für thailändische Exporte umfassen Erzeugnisse aus Aquakultur, in Thailand verarbeitete Fischereierzeugnisse und von thailändischen Schiffen gefangenen Fisch. Von einem Handelsverbot (rote Karte) wären nur letztgenannte Erzeugnisse betroffen.

• Mit einem Handelsvolumen von 890,5 Millionen Euro war Thailand 2011 der fünftgrößte Handelspartner für Fischereierzeugnisse der EU (Eurostat, März 2012: Quelle: http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/etudes/join/2013/513968/IPOL-PECH_ET%282013%29513968_EN.pdf

• Der Schaden durch weltweite IUU-Fischerei wird auf 8 bis 19 Milliarden € pro Jahr geschätzt, was einem Fanggewicht von 11 bis 26 Millionen Tonnen entspricht.

• WWF und EJF unterstützen gemeinsam eine wirksame und einheitliche Durchsetzung und Anwendung der EU-Verordnung gegen IUU-Fischerei. Eine einheitliche Anwendung der Verordnung in allen EU-Mitgliedsstaaten ist von entscheidender Bedeutung, denn sie sind die Einlassstellen für Fischimporte. Somit ist es an ihnen, zu verhindern, dass illegale Fischereierzeugnisse auf den EU-Markt gelangen. Bei der Unterstützung und Koordinierung der Anstrengungen der Mitgliedsstaaten in diesem Zusammenhang spielt die Europäische Kommission eine entscheidende Rolle, um zu gewährleisten, dass das Potential der Verordnung voll ausgeschöpft wird.

• Am Dienstag, den 21. April, organisiert EU-Kommissar Karmenu Vella eine Debatte, bei der erörtert wird, inwiefern die europäischen Regeln und Instrumente zur Bekämpfung der illegalen, nicht dokumentierten und nicht regulierten Fischerei (IUU-Fischerei), Kontrollen, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung einen Beitrag zu einer umfassenden Verbesserung der Fischereiüberwachung leisten können. Veranstaltungsort und Uhrzeit: 14:30 bis 15:30 Uhr, Seafood Expo Global, Brussels EXPO, Heysel Stand Nr. 7/1411.

Britta König
Pressesprecherin
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WWF Deutschland
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Rat der Europäischen Union verkündet ein erstmaliges Einfuhrverbot von illegalem Fisch

Rat der Europäischen Union verkündet ein erstmaliges Einfuhrverbot von Fisch und Meeresfrüchten aus illegal fischenden Länder

Vier führende Umweltorganisationen – Die Environmental Justice Foundation (EJF), Oceana, Pew Charitable Trusts und WWF – begrüssen heute eine Entscheidung des EU Rates für Fischerei die Länder Belize, Kambodscha und Guinea aufgrund mangelnder Kooperation bei der Bekämpfung von Illegaler nicht gemeldeter und unregulierter (IUU) Fischerei mit Handelssanktionen zu belegen. Diese Entscheidung bedeutet dass EU Mitgliedsstaaten nun Fischimporte von Belize, Kambodscha und Guinea mit einem Einfuhrverbot belegen müssen sowie sicherzustellen haben, dass EU Fischerboote nicht in den Gewässern dieser Nationen fischen.

Neben ihrer Bekräftigung für die Annahme des Verbots der 28 EU Minister für Fischerei, sowie ihrer Anerkennung für die führende Rolle von EU Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, Maria Damanaki, rufen die Umweltorganisationen die EU bei ihrer Evaluierung der Bemühungen von Drittstaaten gegen illegal Fischerei zu mehr Transparenz auf. Darüber hinaus appellieren sie an die Europäische Kommission die Lücke zu schliessen welche Nicht-EU Ländern erlaubt, Fischfang aus Gewässern der mit Sanktionen belegten Ländern weiterhin in die EU zu exportieren, sowie mit EU Mitgliedsstaaten zusammenzuarbeiten um die Bestrebungen, illegal gefangenen Fisch von den Speisetellern Europäischer Konsumenten fernzuhalten, zu stärken.

Die drei Länder waren ursprünglich Teil einer Gruppe von acht Ländern, die im November 2012 von der EU Kommission aufgrund der ungenügenden Kontrolle ihrer Fischflotten, dem Unterlassen von Strafen gegen illegal Betreiber und dem Versagen, robuste Fischereigesetze zu entwickeln, hervorgehoben wurden. Die Kommission verkündete 2013, dass Fidschi, Panama, Sri Lanka, Togo und Vanuatu Verbesserungen unternommen hatten, Belize, Kambodscha und Guinea aber nicht. Der heutige Ratsbeschluss bestätigt die Empfehlung der Kommission, solche Ländern offiziell auf die schwarze Liste zu setzen oder die “rote Karte” zu zeigen und sie vom Fischhandel mit der EU auszuschliessen.

Unter Missachtung sämtlicher Vorschriften führt IUU Fischerei dazu, dass unsere Meere leer gefischt, marine Lebensräume zerstört, die Wettbewerbsbedingungen für ehrliche Fischer verschlechtert und insbesondere in Entwicklungsländern die Küstengemeinden geschädigt werden. Die geschätzten Kosten von IUU Fischerei betragen zwischen 7 und 17 Milliarden Euro jährlich, was einer Fangmenge von 11 bis 26 Millionen Tonnen entspricht.[1] Die IUU-Verordnung der EU hat das Ziel, illegalem Fisch den Marktzugang zu entziehen, indem für Importe in die EU “Fang-Zertifikate” verlangt werden und die Fischeinfuhr aus Ländern mit illegal fischenden Schiffen verboten wird.

Die EU Kommission hat im November 2013 eine zweite Runde von “gelben Karten” gestartet und warnte Curaçao, Ghana und Südkorea vor einem Einfuhrverbot, sollten sie nicht bei der Bekämpfung von IUU Fischerei kooperieren. Die illegalen Fischereitätigkeiten südkoreanischer Schiffe, mit ihren erheblichen Auswirkungen auf Küstengemeinden und marine Lebensräume sind bereits ausführlich dokumentiert worden. Die Organisationen rufen die EU dazu auf, weiterhin entschlossen und mit Bestimmtheit gegen jene Länder vorzugehen, die wiederholt die Regeln missachten.

Steve Trent, geschäftsführender Direktor der Environmental Justice Foundation, sagt:
“Die Schliessung der weltweit profitabelsten Fischmärkte für Länder die nicht bei der Bekämpfung illegaler Fischerei kooperieren, ist ein entscheidender Schritt und wir gratulieren der EU für diese Entscheidung. Die IUU-Verordnung der EU, obwohl nicht perfekt, ist eindeutig die weltweit führende Gesetzgebung in diesem Feld – es gibt sogar bereits Anzeichen dafür, dass Küstengemeinden in Westafrika vom Vorgehen der EU gegen zuwiderhandelnde Schiffe und Flaggenstaaten profitieren.”

Maria José Cornax, Leiterin für Fischkampagnen bei Oceana, erklärt:
“Dieser beispiellose Schritt heute ist die Verwirklichung der EU Bemühungen weltweit gegen IUU Fischerei vorzugehen. Wir hoffen, dass Fischereinationen auf der ganzen Welt heute auf die EU Führung blicken und bereit sind, diesem neu eröffneten Pfad zur endgültigen Beseitigung von IUU Fischerei zu folgen.”

Tony Long, Direktor des Projekts “Ending Illegal Fishing” des Pew Charitable Trusts, sagt:
“Mit dem Beschluss dieser roten Liste von nicht-kooperierenden Ländern hat der Rat einen Meilenstein bei der Bekämpfung illegaler Fischerei geschaffen. Das zeigt, dass die Europäische Union es ernst meint Länder zu konfrontieren die nicht aufhören illegal zu fischen oder mit illegal gefischtem Fisch handeln.”

Eszter Hidas, Leiterin für EU Politik des WWF Projekts “Transparent Seas”, sagt:
„WWF unterstützt die EU Bemühungen wo benötigt Strafen zu verhängen um zu gewährleisten, dass marine Ökosysteme und Lebensräume von illegaler und verantwortungsloser Fischerei nicht beschädigt werden. Die ständige Missachtung von wiederholten Warnungen muss Konsequenzen haben. Wir erwarten, dass Belize, Kambodscha und Guinea nun sofortige Massnahmen ergreifen um wirksame Fischereivorschriften einzuführen.”

ANMERKUNGEN DER AUTOREN
Der Jüngste Beschluss der Europäischen Minister für Fischerei wurde gemäss den in Ratsverordnung 1005/2008 (die “IUU Verordnung” der EU) übertragenen und in 2010 in Kraft getretenen Befugnissen gefasst. Die Verordnung erlaubt der EU, nicht-kooperierenden Drittstaaten zuerst als Warnung die “gelbe Karte” zu zeigen und schlussendlich die “rote Karte” mit Handelsverboten umzusetzen, wenn Kooperation und die Absicht klare Massnahmen zur Bekämpfung von IUU Fischerei zu ergreifen – wie die Stärkung von Schiffsüberwachungssystemen – nicht erfolgen.

Belize, Kambodscha, Fidschi, Guinea, Panama, Sri Lanka, Togo und Vanuatu wurden offiziell in der am 15 November 2010 veröffentlichten Ratsverordnung gewarnt, dass sie möglicherweise als nicht-kooperierende Drittstaaten gekennzeichnet würden. Die für die Kennzeichnung von nicht-kooperierenden Drittstaaten von der Europäischen Kommission verwendeten Kriterien sind in Artikel 31 der IUU Verordnung der EU festgelegt. Die Europäische Kommission hat einen Dialog mit den betroffenen Ländern aufgenommen und gab Ihnen Zeit die Situation zu beheben. Fidschi, Panama, Sri Lanka, Togo und Vanuatu erhielten die Beurteilung, genügend Schritte unternommen zu haben um die Unterlassungen zu beheben, während anschliessend ein am 26 November 2013 veröffentlichteb Beschluss der Kommission Belize, Kambodscha und Guinea als nicht-kooperierende Drittstaaten identifizierte. Die Abstimmung des EU Rates Landwirtschaft und Fischerei am 24 März bestätigt diesen Beschluss.

KONTAKTDATEN
EJF: Alexandra Sedgwick (Koordinatorin für Öffentlichkeitsarbeit) Alexandra.Sedgwick@ejfoundation.org +44 (0) 207 239 3310 or +44 (0) 7739 963301
Oceana: Marta Madina (Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit) mmadina@oceana.org +34 911 440 880 or +34 687 598 531
The Pew Charitable Trusts: Mike Walker (Leiter, Öffentlichkeitsarbeit) mwalker@pewtrusts.org + 32 476 622575
WWF: Alba Malaga (Pressesprecherin Neue Medien und WWF Büro für Europäische Politik) amalaga@wwf.eu +32 2 743 8813

Satellitentechnik im Kampf gegen illegale und unregulierte Fischerei

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Fischereiaktivitäten im Weltmeer, Foto WWF

Satellitentechnik im Kampf gegen illegale und unregulierte Fischerei

WWF stellt neue Technologie für mehr Transparenz in der Fischerei vor

Das Globale Fischereiprogramm des WWF hat ein Programm entwickelt, mit dem sich zukünftig einfach und effektiv eines der größten Probleme der Fischerei eindämmen lässt: Die illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei. Auch in der Europäischen Union könnte diese Technik zum Einsatz kommen.

Schätzungen zufolge wird heute weltweit jeder fünfte Fisch illegal gefangen – auch von Schiffen der EU. Europa legt in seiner Fischereipolitik Fangquoten und zahlreiche weitere Regeln fest, allerdings fehlt es allerorts an geeigneten Kontrollen zur Einhaltung dieser Vorgaben. Um diese Lücke zu schließen, hat der WWF ein Monitoringprogramm entwickelt, das auf Satellitentechnik setzt. Kernstück des Programms ist das in der weltweiten Schifffahrt genutzte Anti-Kollisionssystem „Automatic Identification System“ (AIS). Es liefert via Satellit Daten zur Identifizierung eines Schiffes: Name, Größe, Position und weitere Details der Fahrzeuge werden übermittelt und auch die Geschwindigkeit eines Schiffes ist ablesbar.

„Wir wollten endlich wissen, was draußen auf See wirklich passiert“, sagt Alfred Schumm, Leiter des Globalen Fischereiprogramms des WWF. „Denn die illegale und unregulierte Fischerei richtet weltweit ökologische und ökonomische Schäden an, die uns alle betreffen.“ Das neue System schaffe einen Einblick in die Fischereipraxis auf Hoher See, wo es bislang keine Zeugen gab. Lediglich küstennahe Fischereiaktivitäten bis 50 Seemeilen waren bislang von Land aus beobachtbar.

Der WWF wertete AIS-Daten des Satellitenbetreibers ORBCOMM der letzten eineinhalb Jahre mit einer eigens dafür entwickelten Methode aus. So konnten die Routen einzelner Schiffe ebenso nachvollzogen werden wie die Aktivitäten der Fischereischiffe. „Wir können jetzt genau sagen, wer wann wo gefischt hat“, so Schumm.

AIS ist seit Ende 2000 als verbindlicher Standard der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) angenommen. Fast jedes Schiff ist heute zur eigenen Sicherheit mit dieser Technik ausgerüstet. Industrielle Fischereischiffe müssen weltweit ab einer Größe von 300 BRZ (Bruttoraumzahl) – das entspricht bei Fischereischiffen Längen von über 30 Metern – ein AIS-Gerät führen und sind so eindeutig erkenn- und überprüfbar. In der EU gilt die Pflicht für knapp 3000 Fischereifahrzeuge, nämlich für alle Fischerboote ab 24 Meter Länge. In der WWF AIS Datenbank existieren weltweit etwa 27.000 Fischereischiffe.

„AIS ist ein unbestechlicher Datenlieferant und bietet sich als internationaler Standard für eine transparente Fischerei an“, erläutert Schumm. „AIS ist eine bereits etablierte Technik, weltweit einsetzbar und lässt sich daher kostengünstig für mehr Transparenz im Fischereisektor einsetzen.“ Schiffe, die sich einer Identifikation bislang durch manipulierte oder mangelnde Kennzeichnung entzogen haben, würden ihrer Anonymität beraubt. Die aktuelle Auswertung zeigt zum Beispiel, dass die Fänge von 111 industriellen Schiffen unterschiedlicher Herkunft vor West Afrika fast ausschließlich in der EU angelandet wurden. Die Schiffe aus der EU, Japan Russland oder Korea fingen vor West Afrika sowohl in nationalen als auch in internationalen Gewässern und steuerten anschließend meist direkt den Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria an. Die Bewegungsmuster und Geschwindigkeiten der Schiffe offenbaren, ob und wo ein Schiff gefischt oder nur Strecke zurück gelegt hat. Gleicht man dies mit anderen Daten ab, kann man überprüfen, ob etwa in Schutzgebieten gefischt wurde. Es ist auch erkennbar, ob sich ein EU-Fangschiff vor Westafrika an die EU Fischerei-Partnerschaftsabkommen hält und im vertraglich festgelegten Fanggebiet fängt oder etwa schwarz in Küstengewässern fischt, die der lokalen Bevölkerung vorbehalten sind.

Ein verbreitetes System zur Erhöhung der Schiffssicherheit auf den Meeren kann im Nebeneffekt der nachhaltigen Entwicklung und dem Schutz der Ozeane und der Fischbestände dienen. Jetzt ist die Politik aufgefordert, die verfügbaren Instrumente zum Einsatz zu bringen. Ein erster Schritt wäre, das satellitengestützte AIS System auch für kleinere Fischerei-Fangschiffe und Fischerei-Frachtschiffe verbindlich einzuführen. „Für einen glaubwürdigen Kurswechsel zu nachhaltiger Fischerei muss die EU auch daran arbeiten, dass ihre Regeln eingehalten werden“, fordert Schumm. „Ein großer Schritt wäre, wenn die satellitengestützte Rückverfolgbarkeit für die gesamte EU-Flotte und alle Schiffe, die europäische Häfen anlaufen, zur Pflicht gemacht wird.“ Der WWF erwartet von der EU Fischereireform zudem, dass alle Fischerei-Partnerschaftsabkommen und Joint Ventures mit EU Fischereien entsprechend den in der EU geltenden Fischereiregeln umgesetzt werden. Der WWF fordert, dass ausschließlich Fischbestände befischt werden, die nicht überfischt sind, dass Beifang auf Werte nahe Null reduziert wird und Meereslebensräume nicht beeinträchtigt werden. Hierzu sind wissenschaftsbasierte Mehrjahrespläne ebenso Voraussetzung, wie ein lückenloses Monitoring und Kontrollen. Der WWF erwartet von der EU, dass sie gemeinsam mit den EU-Fischerei-Partnerländern das effektive Monitoring und die Kontrolle der Vereinbarungen umsetzt.

Weitere Informationen:
Alfred Schumm, Direktor des globalen WWF-Fischereiprogramms, Tel.: 0151 18854926
Britta König, Pressestelle WWF, Tel.: 0151-18854973

UN will mehr Tiefseeschutz durch die Staaten

PM von unseren Kollegen der DSCC:

UN RENEWS CALL FOR URGENT ACTION TO PROTECT LARGEST BIOSPHERE ON THE PLANET

New York, 6 December 2011: The United Nations General Assembly (UNGA) has today adopted a resolution on Oceans and Sustainable Fisheries which calls on high seas fishing nations to take stronger actions to protect deep sea life.

Welcomed by the DSCC, the resolution reinforces the conclusions of a report presented by the DSCC at a special UNGA meeting in September. The meeting was held to review the actions taken by high seas fishing nations to implement resolutions adopted by the UNGA in 2006 and 2009 to protect deep-sea life from the harmful effects of bottom trawling and other methods of deep-sea fishing.

Today’s resolution concludes that „urgent actions called for in the relevant paragraphs of [previously adopted UNGA resolutions] 61/105 and 64/72 have not been fully implemented“ with respect to the regulation of deep-sea fisheries on the high seas and „emphasizes the need for full implementation by all States and relevant regional fisheries management organizations and arrangements of their commitments under those paragraphs on an urgent basis“ to protect deep-sea ecosystems and species.

„Its critical that the UNGA continues this level of oversight with regard to deep sea life lest it become a case of out of sight out of mind. The planet’s largest biosphere remains the least protected and the most in need of international attention,“ said Matthew Gianni of the DSCC.

The resolution further calls for strengthening procedures for conducting environmental impact assessments of high seas bottom fisheries and calls on States to publicize „without delay“ the assessments and improve compliance with deep-sea fisheries regulations.

Bottom trawl fishing, the most common method of bottom fishing on the high seas, involves dragging heavy steel plates, cables and large nets across the ocean floor which can severely damage deep-sea coral reefs, sponge fields and other vulnerable deep-sea habitats and species. Numerous scientific reports have concluded that bottom trawl fishing is the greatest threat to deep-sea life today.

„The UN resolutions commit high seas fishing nations to prohibit deep-sea bottom fishing unless environmental impact assessments have been conducted and regulations are put into place to prevent the destruction of deep-sea biodiversity“ said Matthew Gianni. „This year’s resolution strengthens the environmental impact assessment
requirements of the resolution, and makes it crystal clear that assessments must be made public. Transparency is critical to holding high seas fishing nations accountable for their actions. It is now up to individual States and fisheries organizations, to ensure that the United Nations requirements are implemented.“

ENDS

Notes:

Ten countries – Spain, South Korea, New Zealand, the Russia, Australia, Japan, France, Portugal, Belize, and Estonia – are responsible for approximately 80% of the high seas deep-sea fishing fleet. Worldwide review of bottom fisheries in the high seas UN FAOhttp://www.fao.org/docrep/012/i1116e/i1116e00.htm

The DSCC report Unfinished business: a review of the implementation of the provisions of United Nations General Assembly resolutions 61/105 and 64/72, related to the management of bottom fisheries in areas beyond national jurisdiction September 2011 can be found
athttp://www.savethehighseas.org/publicdocs/DSCC_review11.pdf

The report of the September 2011 UNGA workshop on deep-sea fisheries can be found athttp://www.un.org/depts/los/reference_files/Workshop%20Summary%20of%20the%20Moderator%2014%20October%202011%20FINAL.pdf

Wie kaufen Sie Ihren Fisch?

fischwählen

Eine Neue Website der Europäischen Kommission informiert über nachhaltigen Fischkonsum

Wie kaufen Sie Ihren Fisch?

Wir müssen jetzt handeln, um das Leben in unseren Meeren zu schützen. In unseren Meeren gibt es immer weniger Fische. Der Grund: Überfischung. Die Lage ist ernst, aber nicht ausweglos.

Wir alle müssen Verantwortung tragen. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass es wieder mehr Fische in unseren Meeren gibt.

http://www.deinenfischwaehlen.eu/

Gewinnspiel – Testen Sie Wissen

http://deinenfischwaehlen.eu/de/quiz

Fischbestände retten – für eine konsequente Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik

Fischbestände retten – für eine konsequente Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik

In einer aktuellen Stellungnahme zur anstehenden Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) spricht sich der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) für grundlegende Reformen aus. SRU‑Mitglied Prof. Dr. Manfred Niekisch warnt eindringlich: „Es ist ein echter Kurswechsel erforderlich, um ein nachhaltiges Fischereimanagement auf den Weg zu bringen.“ Die EU steht in der Verantwortung, den Raubbau an den Fischbeständen und der Meeresumwelt zu stoppen. Der Vorschlag, den die EU-Kommission im Juli dieses Jahres zur Reform der GFP vorgelegt hat, geht aus Sicht des SRU bereits in die richtige Richtung. Allerdings bestehe in einigen Bereichen noch erheblicher Nachbesserungsbedarf.

Ziel der Europäischen Fischereipolitik sollte nach Meinung des SRU sein, die Fischbestände dauerhaft auf möglichst hohem bzw. gesundem Niveau bewirtschaften zu können. Dies bedeutet, den Beständen die Möglichkeit zu geben wieder auf eine Größe zu wachsen, die eine maximale Produktivität zulässt. Damit wäre eine Abkehr von einer bisher lediglich an der Verhinderung von Bestandszusammenbrüchen orientierten Fischereipolitik verbunden. Für eine solchermaßen nachhaltige Fischereipolitik ist es unumgänglich, die Übernutzung der europäischen Fischbestände zu stoppen. Die Fangquoten sollten ausschließlich auf der Basis verbindlicher, naturwissenschaftlich begründeter Grenzen festgelegt werden. Diese müssen präzise in die Grundverordnung zur GFP aufgenommen werden. Bei der Festlegung der Fangquoten muss nach Aussage des SRU der Vorsorgegedanke zum Tragen kommen, d. h., es bedarf angesichts vieler Unsicherheiten über die Bestandsentwicklung hinreichender „Sicherheitsabstände“. Das von der EU-Kommission vorgegebene Ziel, eine Bestandsgröße anzustreben, die langfristig einen größtmöglichen Dauerertrag gewährleistet, ist generell positiv zu bewerten. Da es aufgrund von Abhängigkeiten zwischen den Fischbeständen aber unwahrscheinlich ist, dass für alle Bestände diese Größe erreichbar ist, sollte zusätzlich festgelegt werden, welche prozentuale Entnahme von der Bestandsbiomasse auf keinen Fall überschritten werden darf.

Neben der Überfischung ist weiterhin der hohe Beifang von Jungfischen und kommerziell uninteressanten Fischarten ein ungelöstes Problem. Ein Großteil dieser Fische wird wieder über Bord geworfen und verendet. Damit geht er dem Fischbestand und dem Ökosystem verloren. Dazu Prof. Dr. Karin Holm-Müller vom SRU: „ Beifang, der einfach ins Meer gekippt wird, unterläuft alle Bemühungen, durch Fangquoten ein nachhaltiges Fischereimanagement zu erreichen. Diese Praxis muss umgehend beendet werden.“ Deshalb begrüßt der SRU das von der EU-Kommission vorgeschlagene Rückwurfverbot. Dieses darf aber entgegen dem Kommissionsvorschlag nicht auf wichtige kommerzielle Arten begrenzt sein, sondern muss schon allein der Kontrollierbarkeit wegen alle Fischarten umfassen. Ein solches Verbot wäre ein wichtiger Anreiz für die Fischer, Maßnahmen zur Vermeidung des Beifangs zu ergreifen. Darüber hinaus ist es aus Sicht des SRU aber auch erforderlich, weitergehende Maßnahmen zum Schutz der Meeresökosysteme vor den Fischereiaktivitäten zu ergreifen. Dies betrifft sowohl technische Vorgaben für möglichst umweltschonende Fangtechniken wie auch die konsequente Implementierung von Meeresschutzgebieten. Die Ausweisung von Schutzgebieten ist dabei nötig, aber bei weitem nicht ausreichend, sie müssen auch entsprechend gemanagt werden. Zu einem wirksamen Schutz gehören nach Meinung des SRU auch Zonen in den Schutzgebieten, in denen keinerlei menschliche Aktivitäten zulässig sind.

Eine Grundbedingung für den Erfolg einer Reform der GFP ist der Abbau der durch Subventionen gestützten Überkapazitäten in den Fischereiflotten. Einige Länder, einschließlich Deutschland, haben ihre Flotten bereits deutlich reduziert. Andere Flotten sind hingegen immer noch weit größer als es für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände zulässig ist. Die Überkapazitäten schaffen wiederum wirtschaftlichen Druck, höhere Fischereiquoten festzulegen als ökologisch vertretbar ist, führen zu illegalen Fangaktivitäten und zum Export der Überfischungsproblematik in Nicht-EU-Staaten, beispielsweise in westafrikanische Länder. Letzteres gefährdet die Ernährung und das Einkommen der dortigen Küstenbewohner. „Um diese Probleme zu beheben, ist es deshalb erforderlich, für die einzelnen Fischereien verbindliche Kapazitätsgrenzen festzulegen“, betont Professor Niekisch. Die im Reformvorschlag der EU-Kommission festgelegten Grenzen liegen nach Meinung des SRU deutlich zu hoch, um eine wirksame Kapazitätsreduktion zu bewirken.

Die aktuelle Stellungnahme „Fischbestände nachhaltig bewirtschaften – Zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik“ ist auf http://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/04_Stellungnahmen/2011_11_Stellung_16_Fischbestaende.html verfügbar.

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Der SRU berät die Bundesregierung seit 1972 in Fragen der Umweltpolitik. Die Zu­sammensetzung des Rates aus sieben Universitätsprofessorinnen und ‑professoren verschiedener Fachdisziplinen gewährleistet eine wissenschaftlich unabhängige und umfassende Begutachtung, sowohl aus naturwissenschaftlich-technischer als auch aus ökonomischer, rechtlicher und politikwissenschaftlicher Perspektive.

Der Rat besteht derzeit aus folgenden Mitgliedern:

Prof. Dr. Martin Faulstich (Vorsitzender), Technische Universität München

Prof. Dr. Heidi Foth (stellv. Vorsitzende), Universität Halle-Wittenberg

Prof. Dr. Christian Calliess, Freie Universität Berlin

Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Universität Flensburg

Prof. Dr. Karin Holm-Müller, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Prof. Dr. Manfred Niekisch, Goethe-Universität und Zoologischer Garten Frankfurt

Prof. Dr. Miranda Schreurs, Freie Universität Berlin

EU-Parlament spricht sich gegen Piratenfischerei aus

EU-Parlament spricht sich gegen Piratenfischerei aus

Illegal fishing: call for international action to save fish stocks

To protect law-abiding EU fishermen and to preserve biodiversity of the world’s oceans, the EU must promote international action to fight illegal fishing, including stepping up inspections at sea, closing markets to illegal seafood and imposing sanctions on negligent states, says resolution voted by Parliament on Thursday.

Because two thirds of world’s oceans are beyond national jurisdiction and fish stocks and fishing fleets are highly mobile, illegal, unregulated and unreported (IUU) fishing can be effectively tackled only by international cooperation, said MEPs, stressing that the EU, as the world’s major fishing power, should play a key role in mobilising the international community to this end.

„The EU needs to do more to promote effective international cooperation to combat illegal fishing“, said rapporteur Isabella Lövin (Greens/EFA, SE) stressing that „we need to ensure that ruthless operators cannot simply change the flag of their vessels to evade their responsibilities. With many fish stocks around the world already perilously threatened, illegal fishing could be the final straw“.

An estimated 15% of world catches – between 11 and 26 million tonnes a year – come from illegal fishing. Sustainable management of marine resources is impossible unless illegal fishing is tackled, says the text.

International cooperation to halt IUU fishing

Parliament urges the Commission and Member States to press the issue in international fora and to consult major market states, such as the US, Japan and China, about developing international legal instruments, possibly under the UN auspices, to halt, prosecute and punish trade in IUU fish.

New measures should include compulsory registration of fishing vessels above 10GT (gross tonnage), development of catch-documentation schemes, compulsory use of electronic vessel monitoring systems (VMS), exchange of information on vessels activities, import controls and an agreement on closing markets to illegally caught fish.

MEPs would also like the EU to establish a register of fishing vessels authorised to fish and blacklist those that engage in illegal fishing.

The role of regional management bodies should also be strengthened.

Sanctions against negligent states

States that fail to meet their international obligations, e.g. by ensuring that vessels that fly their flags abide by the rules, should face sanctions, says the resolution.

MEPs also asked the Commission to examine the possibility of making aid from the EU’s generalised preference system conditional upon applicant countries‘ compliance with FAO and UN rules against IUU.

The Lövin resolution was passed with 491 votes in favour, 7 against and 24 abstentions.

MEPs also want aid from the EU’s generalised preference system to be conditional upon applicant countries‘ compliance with FAO and UN rules against IUU.

http://www.europarl.europa.eu/en/pressroom/content/20111117IPR31725/html/Illegal-fishing-call-for-international-action-to-save-fish-stocks