Korallenriffe verlieren durch Ozeanversauerung ihr Zooplankton

Ein von Ozeanversauerung betroffenes tropisches Korallenriff; Milne Bay Provinz, Papua Neu-Guinea. A tropical reef, which is affected by ocean acidification. Photo was taken in the Milne Bay Province, Papua Neu-Guinea.
Ein von Ozeanversauerung betroffenes tropisches Korallenriff; Milne Bay Provinz, Papua Neu-Guinea.
A tropical reef, which is affected by ocean acidification. Photo was taken in the Milne Bay Province, Papua Neu-Guinea.

Tropische Korallenriffe verlieren durch Ozeanversauerung bis zu zwei Drittel ihres Zooplanktons. Zu diesem Ergebnis kommt ein deutsch-australisches Forscherteam, welches die Riffe um Kohlendioxid-Austrittsstellen vor der Küste Papua Neuguineas untersucht hat. An diesen vulkanischen Quellen entweicht so viel Kohlendioxid aus dem Meeresboden, dass das Wasser jenen Säuregrad besitzt, den Wissenschaftler für die Zukunft der Weltmeere vorhersagen. Den Rückgang des Zooplanktons erklären die Forscher mit dem Verlust geeigneter Versteckplätze. „Korallenriffe verlieren durch Ozeanversauerung ihr Zooplankton“ weiterlesen

Winzlinge der Weltmeere – Oceans‘ Smallest Lifeform

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Es ist die Inventur des Winzigen: Forscher nehmen eine Zählung der Kleinstlebewesen in den Weltmeeren vor
Quelle und Originaltext
Spiegel online, mbe/AFP

Tausende Wissenschaftler haben überall auf dem Globus Erbgut von Bakterien, Einzellern und Zooplankton gesammelt – doch die Zahl der Arten könnte in die Milliarden gehen. Sie sind winzig, aber sie sind viele. Mikroben machen 50 bis 90 Prozent der Biomasse in den Ozeanen aus. Bei diesem Volumen bringen sie in etwa so viel auf die Waage wie 240 Milliarden afrikanische Elefanten, rechnen die Forscher des International Census of Marine Microbes (ICoMM) vor.

Das Beispiel mag seltsam anmuten, aber es illustriert, wie wichtig die Winzlinge der Weltmeere für den Planeten sind – und wie wenig über sie bekannt ist. Mit traditionellen Forschungsmethoden wurden bisher rund 20.000 Arten von marinen Arten entdeckt. Doch neue Daten legen nahe, dass es viele, viele mehr gibt. „Die Gesamtzahl der Arten, Bakterien und Einzeller eingeschlossen, liegt wahrscheinlich eher bei einer Milliarde“, sagt John Baross von der University of Washington, Chef des wissenschaftlichen Beirats von ICoMM.

Mit 2000 Wissenschaftlern aus rund 80 Staaten ist der International Census of Marine Microbes eines der größten Forschungsprojekte der Geschichte. Bisher wurden an mehr als 1200 Orten der Welt rund 18 Millionen Erbgutproben genommen. Und das ist erst der Anfang: Es könnten noch Hunderte Millionen neuer Mikroben-Spezies aufgespürt werden – „ein gewaltiges Arbeitsfeld für das nächste Jahrzehnt“, sagt Baross.

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An unprecedented number of tiny, ocean dwelling organisms have been catalogued by researchers involved in a global survey of the world’s oceans
Source and full text
By Mark Kinver
Science and environment reporter, BBC News

One of the highlights was the discovery of a vast „microbial mat“, covering an area equivalent to the size of Greece.
Microbes are estimated to constitute up to 90% of all marine biomass.
„In no other realm of ocean life has the magnitude of Census discovery been as extensive as in the world of microbes,“ said Mitch Sogin, leader of the International Census of Marine Microbes (ICoMM).

They added that the micro-organisms were vital for sustaining life on Earth, as they are responsible for about 95% of respiration in the oceans. „They play a really critical role in keeping the oceans working,“ said Paul Snelgrove, leader of CoML’s Synthesis Group. „Certainly, life in the oceans – and then life on Earth – would collapse very quickly without the microbes.“

In the 1950s, scientists estimated that about 100,000 microbial cells inhabited in one litre of seawater. However, with the aid of modern technological advances, researchers now suggest that the figure is closer to one billion micro-organisms. They have also calculated that the estimated total mass of marine microbes is equivalent to 240 billion African elephants.

A final synthesis report will be published at the beginning of October to mark the end of the decade-long project involving in excess of 2,000 scientists from more than 80 nations.